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Zum Kreuzlinger Gewerbelunch lud Gewerbepräsident Andreas Haueter (l.) den Weinfelder David Keller ein, der das erfolgreiche Projekt Wyfelder Fritig ins Leben rief.
1/1 Bild: rab Zum Kreuzlinger Gewerbelunch lud Gewerbepräsident Andreas Haueter (l.) den Weinfelder David Keller ein, der das erfolgreiche Projekt Wyfelder Fritig ins Leben rief.
21.06.2019 09:49

Zentrumsbelebung: Gibt es bald einen Chrüzlinger Fritig?

Mit dem Wyfelder Fritig begann Weinfelden vor einem Jahr, den Ortskern zu beleben. Eine Erfolgsgeschichte! Denn Gewerbe, Handwerk, Gastronomie und Kulturschaffende ziehen dabei an einem Strang. Für den Kreuzlinger Gewerbepräsidenten, Andreas Haueter, Grund genug, den Projektleiter des Wyfelder Fritigs zum Kreuzlinger Gewerbelunch einzuladen.

Kreuzlingen/Weinfelden Jeweils am ersten Freitag im Monat präsentieren sich am Wyfelder Fritig Detaillisten, Gastronomen und Gewerbler im Ortskern von ihrer besten Seite. David Keller ist Projektleiter der Umsetzung Nutzungsstrategie Ortskern Weinfelden, gleichzeitig Initiant und Begleiter des Wyfelder Fritig. Dem Start der ersten Veranstaltung seien viele Gespräche mit den Behörden sowie Informationsveranstaltungen und Workshops vorangegangen, berichtet der Weinfelder. Ganz klar habe die Belebung des Zentrums im Vordergrund gestanden. «Es sollte kein Abendverkauf werden, sondern ein Treffen mit der Bevölkerung, an dem sich Detaillisten, Gastronomen und der Gewerbeverein präsentieren können», so Keller über die Anfänge. «Es ging darum, das Weinfelder Zentrum als Ort des zeitgemässen Wohnens und Lebens zu stärken und die Vielfalt, Vitalität und Identität für ein attraktives Weinfelden zu schaffen, sich untereinander zu vernetzen», fährt er fort.

Grosses Thema dabei waren für die Detaillisten immer wieder die Messen auf dem Marktplatz: WEGA, inhaus, Schlaraffia und die Messe 50+. «Die Detaillisten fühlten sich dann in die zweite Reihe gedrängt, dabei haben sie immer die Möglichkeit gehabt, mit einem Stand an der Messe dabei zu sein. Aber hier scheuen manche die Kosten oder die Arbeit», so der Projektleiter. Mit dem Wyfelder Fritig haben die Gewerbetreibenden nun die Möglichkeit, sich einmal im Monat zu präsentieren. «Man kann mitmachen, muss aber nicht», erklärt Keller.

«Es gibt noch viele Möglichkeiten sich zu präsentieren»

An der Erstauflage beteiligten sich 42 Geschäfte und Organisationen. Seither fanden Produktpräsentationen, Vorträge, Modeschauen, Konzerte und weitere Aktivitätenstatt. «Wir beziehen auch Kinder und Jugendliche mit ein. Sie singen und musizieren am Wyfelder Fritig und so werden auch die Eltern auf den Event aufmerksam.» Es habe sich jüngst auch die Weinfelder Feuerwehr präsentiert, erzählt David Keller und betont, dass es noch viele Ideen und Möglichkeiten gebe, sich einmal im Monat von 18 bis 21 Uhr zu präsentieren. Die Plattform dazu werde geboten, machen müsse man selber. «Es gibt Geschäfte, die nicht mehr mitmachen und solche die neu dazustossen», erklärt er. Und das OK sei mit den Teilnehmenden immer wieder auch dabei, das Ganze zu optimieren. Trotzdem habe sich gezeigt, dass die Idee eine Erfolggeschichte sei.

Keller rät den Kreuzlinger Gewerblern: «Wichtig ist, dass man eine Idee verfolgt ohne Zwang. Und mit der Stadt als Partner und Koordinator bietet sich ein Riesenpotenzial für eine Zentrumsbelebung und vielleicht auch gegen Leerstände.»

www.wyfelderfritig.ch

Angelina Rabener