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Würde und Achtung des Menschen im Zentrum
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VR- und Baukommissionspräsidentin Heidi Güttinger und Geschäftsführer Markus Preising
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07.03.2019 08:00

Würde und Achtung des Menschen im Zentrum

Die Verantwortlichen des Alterszentrums Weinfelden erachten es als ihre vordringlichste Aufgabe, den attraktiven Lebensraum  für ihre Bewohnerinnen und Bewohner zu erhalten. In diesem Zusammenhang wurden im letzten Jahr umfassende Umbauarbeiten realisiert, aktuell wird das 3. Stockwerk umgebaut und der Ersatz der zwei Lifte im Haus A ausgeführt.

Weinfelden VR- und Baukommissionspräsidentin Heidi Güttinger und Geschäftsführer Markus Preising informierten vor Ort über die ausgeführten und noch anstehenden baulichen Veränderungen im Rahmen der Umbau- und Sanierungsmassnahmen des Alterszentrums Weinfelden. Sie blicken zurück und stellen fest: «Das 1973 als Krankenheim geplante und heutige Alterszentrum ist seit seiner Inbetriebnahme bis heute pausenlos im Einsatz und nach über 44 Jahren Betrieb sind die Spuren des Gebrauchs deutlich sichtbar».

Erdbebentüchtigkeit

Wie Güttinger und Preising hervorheben wurde in der jüngsten Vergangenheit die Fassade komplett wärmetechnisch saniert und auf den Minergie-Standard gebracht. Zudem erfolgte der Umbau der Grossküche und ebenso wie die Büroflächen grössenmässig nach Norden hin mit einem unterkellerten Anbau erweitert. Gemäss Präsidentin und Geschäftsführer hat sich schon bei den 2015 und 2016 durchgeführten Planungen und den damit verbundenen Standsicherheitsanalysen im Lastfall Erdbeben herausgestellt, dass die heutige Gebäudetragstruktur den seither der Erbauung angehobenen Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Deshalb wurde mit dem Grossküchenumbau vor rund drei Jahren im Unter-und Erdgeschoss Nord auch damit begonnen, das Haus A gegen eventuell auftretende Erdbebenmindest-Beanspruchungen zu sicher. «Die Einbauten wurden meist in Beton ausgeführt und so belassen, weshalb sie heute das Erscheinungsbild in den Räumen und Korridoren mitprägen», heben die Verantwortlichen hervor. Diese Erdbebenertüchtigung soll im restlichen Haus ebenfalls durchgeführt werden. Massnahmen in Stahlbeton und Stahl kommen dabei zum Einsatz und überwiegend werden die Stahlbetonscheiben sichtbar bleiben.

Nasszellen in den Zimmern

Die Erfahrungen zeigen, dass viele Bewohnerinnen und Bewohner heute Nasszellen in den Zimmern wünschen. Diesem Wunsch wurde zu einem grossen Teil Rechnung getragen und die neuen Nasszellen sinnvoll eingebaut. Bei den Bewohnerzimmern ohne Nasszelleneinbau wurden die Einbauschränke ebenfalls ersetzt und die sich im Zimmer befindlichen Waschmöglichkeiten mit Lavabo und Zubehör erneuert. Ferner wurde über die Bewohnerzimmer hinaus die Beleuchtungssituation verbessert und zeitgemäss angepasst. Und wie steht es mit den Taxen im Bereich Hotellerie? «Nur eine Standarderhöhung verursacht auch eine Preiserhöhung», sagt Preising. Mit Blick auf die Erschwernisse und erhöhten Umstände während der Umbauphase sind erfolgte die Senkung der Taxen. Wichtige Sanierungen erfolgten auch im Bereich von Technik und Lift.

Projekt-Abschlussfest am 22. September

Und wie geht es nun weiter mit Sanierung und Umbau? In den kommenden Monaten wird der Umbau des 3. Stockwerks erfolgen und gleichzeitig der Ersatz der zwei Lifte im Haus A vorgenommen. Ab August dieses Jahres rechnen Präsidentin und Geschäftsführer mit dem Bau des Fluchttreppenhauses vor und oberhalb zum Eingang der Küche. Geplant ist für den 22. September 2019 ein Projekt-Abschlussfest zusammen mit Bewohnern, Angehörigen und Handwerkern. Und neben all den Sanierungs-, Neubau- und Umbauarbeiten steht für Güttinger und Preising eines im Mittelpunkt: Die Würde und Achtung des Menschen. Deshalb respektiert man im Alterszentrum Weinfelden die Persönlichkeit jedes Bewohners mit seinem individuellen Glauben, seiner Lebensbiographie und –Philosophie. Insbesondere beachtet werden die Eigenverantwortung und die Eigenständigkeit.

Werner Lenzin