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Der OK-Präsident der dritten Thurgauer Waldtage, Roman Guntersweiler (l.) und der Weinfelder Stadtpräsident Max Vögeli eröffnen für die Medien symbolisch schon mal die Waldtage 2020.
1/1 tas Der OK-Präsident der dritten Thurgauer Waldtage, Roman Guntersweiler (l.) und der Weinfelder Stadtpräsident Max Vögeli eröffnen für die Medien symbolisch schon mal die Waldtage 2020.
04.09.2019 00:00

Wald sehen, riechen, erleben

In genau einem Jahr finden die dritten Waldtage des Kantons Thurgau statt. Bereits diese Woche informierte das OK über das Programm und die Gründe, wieso die Waldtage wieder stattfinden.

Weinfelden 95 Prozent aller Menschen empfinden den Gang in und durch den Wald als erholsam. Für die Mehrheit ist er also Naherholungsgebiet. Für einige wenige ist er Arbeitsort. Und genau jene organisieren im September 2020 die dritten Thurgauer Waldtage in Weinfelden. Diese sollen nicht nur informativ, sondern ebenso unterhaltsam werden. Deshalb wurde als Festzentrum der Forstwerkhof Mittelthurgau bestimmt. Rund herum finden auf einem rund 2.5 Kilometer langen Erlebnis- und Lernpfad die Waldtage statt. An 24 Posten werden verschiedene Themen rund um den Wald angesprochen. An einigen Posten können die Besucher auch selber mit anpacken und zum Beispiel beim Fällen eines Baumes helfen oder sich den Wald für einmal aus einer ganz anderen Perspektive ansehen. Thematisiert werden unter anderem die Geschichte des Forstes, die Waldgesundheit, die Jungwaldpflege, die Leistungen des Thurgauer Waldes, die Jagd, das Wasser, die Waldimkerei, die Biodiversität und natürlich der Klimawandel.

Der Wald im Klimawandel

Mittlerweile dürfte jedem bewusstgeworden sein, dass sich unser Klima wandelt. Der Wald kann sich an solche klimatischen Schwankungen zwar anpassen, wenn man aber bedenkt, dass ein Baum bis zu seiner Ernte 100 bis 150 Jahre wächst, verläuft der Prozess der Klimaerwärmung viel zu schnell, als dass er sich dieser anpassen könnte. Gerade die in den Thurgauer Wäldern am häufigsten wachsenden Bäume Fichte und Buche haben laut den Förstern mit wärmeren Temperaturen zu kämpfen und werden Terrain einbüssen müssen. Um das Problem, und wie heute schon damit umgegangen wird zu zeigen, wird an den Waldtagen zum Beispiel erklärt, wie eine Forstbaumschule nach neusten Erkenntnissen zukunftsfähige Forstpflanzen für die Wiederaufforstung auswählt.

Der Wald als Klassenzimmer

An den Waldtagen 2020 sollen auch die Schulen eine Rolle spielen. So wird der Freitag für Klassen reserviert. Insgesamt 50 können teilnehmen. Berücksichtigt werden die ersten 50 Anmeldungen. Diese Klassen werden dann mit einem Shuttlebus vom Bahnhof Weinfelden abgeholt und zum Forsthof gefahren, wo sie die auf die jeweiligen Klassen und Schulalter zugeschnittenen Posten absolvieren. Anschliessend an den geführten Rundgang werden die Schüler Zeit zur freien Verfügung haben, um auch weitere Posten auf dem Erlebnispfad zu besuchen. Ebenso bietet das Festzentrum beim Forsthof die Möglichkeit zur Verpflegung, bevor die Klassen mit dem Bus wieder zurück zum Bahnhof gefahren werden.

Waldtage 2020

Die dritten Thurgauer Waldtage finden vom 4. bis 6. September 2020 in Weinfelden statt. Organisiert werden sie von den Trägerverbänden Forstamt Thurgau, Wald Thurgau und vom Forstpersonalverband Thurgau. Das Zentrum der Waldtage wird der Forstwerkhof Mittelthurgau sein.

Von Tamara Schäpper