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Hans Eschenmoser, Beat Brüllmann und Thomas Bornhauser
1/1 Bild: wn Hans Eschenmoser, Beat Brüllmann und Thomas Bornhauser
22.02.2019 08:00

Sicherheitszentrum 1.7 Millionen günstiger

2015 bewilligten die Weinfelder den Kredit für den Neubau des Sicherheitszentrums. Nach einer einjährigen Bauzeit bezog die Feuerwehr im Juni 2017 den Neubau. Erfreulich ist die Bauendabrechnung: die Kostenunterschreitung beträgt 1.7 Millionen Franken.

Weinfelden Zusammen mit den Gemeinderäten Thomas Bornhauser (Hochbau), Hans Eschenmoser (Sicherheit), Beat Brüllmann (Präsident Baukommission) und Bauamtschef Martin Belz präsentierte Gemeindeschreiber Reto Marti im Rathaus die Bauabrechnung für den an der Ecke Lage-/Gaswerkstrasse realisierten Neubau. Und das Fazit ist erfreulich: «Die Kostenunterschreitung beträgt 1.714 Millionen Franken».

Guter Job von Exekutive und Verwaltung

Gemäss Brüllmann wurden für diesen Neubau ursprünglich 11.65 Millionen Franken veranschlagt. Nach Abzug der zugesicherten Beträge der Gebäudeversicherung und der Schutzraum-Baukosten betrug die Summe der genehmigten Kredite 10.64 Millionen Franken. «In dieser Summe sind die Kosten für den Landerwerb, für den Architekturwettbewerb, für die Projektierung und für den Baukredit enthalten», erklärt der Präsident der Baukommission. Für ihn zeigt die Kostenunterschreitung, dass die Projektbeteiligten sorgsam mit den öffentlichen Geldern umgegangen sind. Rückblickend hält Brüllmann fest, dass anfänglich alle Vorschläge und Ideen ernsthaft aufgenommen und diskutiert wurden. Er zeigt sich überzeugt davon, dass dieses Gebäude für die Feuerwehr stimmig ist und viele Bedürfnisse und Ansprüche zufriedengestellt werden konnten. Und der Baukommissionspräsident unterstreicht besonders: «Exekutive und Verwaltung haben einen guten Job gemacht».

Im Minergie-Standard realisiert

Verschiedene Gründe für die Kostenunterschreitung nennt Thomas Bornhauser. «Einerseits erfolgte die Vergabe an den Generalunternehmer nach den Vorgaben des öffentlichen Beschaffungswesen deutlich unter den Erwartungen. Zudem waren die im Kostenvoranschlag erhaltenen Reserven zu hoch angesetzt», stellt er fest. Zudem fielen die Kosten für die Sanierung der Altlast im Baubereich deutlich günstiger aus als erwartet. Grosse Disziplin bewiesen laut Bornhauser die Baukommission und die Feuerwehr bei der Ausstattung und hinsichtlich der Nachträge. Besonders erfreut über dieses positive Ergebnis ist Bornhauser auch deshalb, weil es sich beim Neubau um ein nachhaltiges Gebäude handelt. Es wurde im Minergie-Standard realsiert und wird mit Fernwärme beheizt und ist mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Die Baukosten teilen sich die Gemeinde Weinfelden und die Feuerwehr.

Fahnen bringen Farbe

Von Anfang an dabei war der Sicherheits-Verantwortliche Hans Eschenmoser. Er hat sich schon vor zehn Jahren als Feuerwehrmann und Mitglied einer Arbeitsgruppe Gedanken über das Projekt gemacht. Nach seiner Wahl in den Gemeinderat im Jahr 2010 hat er in der Arbeitsgruppe mitgearbeitet. «Die Feuerwehr hat sich gut eingelebt und die Tatsache, dass alle einstigen vier Standorte zusammengefasst werden konnten, führt zu einer deutlichen Optimierung der Einsätze», erklärt Eschenmoser. Auch für weitere Nutzer, wie den Samariterverein Weinfelden, stellt der Neubau einen Gewinn dar. Er ist überzeugt davon, dass die Feuerwehr ihre Aufgabe im Dienste der Öffentlichkeit mit dem neuen Sicherheitszentrum besser erfüllen kann. Geplant ist das Aufhängen der Fahnen von Samariter- und Feuerwehrverein in einer Vitrine. «Damit wollen wir dem Wunsch nach mehr Farben entgegenkommen», sagt Eschenmoser.

Werner Lenzin