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Aufmerksam folgen die angehenden Berufsleute den Ausführungen von Vizepräsident Hami Niederer.
1/1 Bild: wl Aufmerksam folgen die angehenden Berufsleute den Ausführungen von Vizepräsident Hami Niederer.
06.07.2019 08:00

Schreinerlehrlinge brechen auf zu neuen Ufern

Trotz Schlussreisen und Rekrutenschule folgten 32 Lehrlinge der Einladung zu einem eintägigen Seminar unter dem Motto «Der Schritt ins Arbeitsleben - Auf zu neuen Ufern». Der Verband Schreiner Thurgau ist bestrebt, seine Lehrlinge möglichst umfassend auf das bevorstehende Berufsleben vorbereiten.

Weinfelden «Mit dem Schritt vom Lehrling zum Mitarbeiter gilt es, die Situation im Betrieb zu analysieren, den 64-seitigen Gesamtarbeitsvertrag und die Dienstleistungen des Verbandes Schreiner Thurgau zu kennen», begrüsste Hampi Niederer, Vize-Präsident des Verband Schreiner Thurgau, die angehenden Berufsleute im Verkehrssicherheitszentrum Thurgau. Er wies darauf hin, dass die Lernenden im Verlaufe ihrer Lehrzeit die Berufsschule und die überbetrieblichen Kurse besucht haben und dabei mit einem Lehrlingslohn entschädigt wurden. Nun hätten sie die Prüfung erfolgreich hinter sich und sähen nach der Lehrabschlussfeier gespannt ihrer beruflichen Zukunft entgegen. Niederer empfahl den jungen Berufsleuten, das Gelernte beim zukünftigen Arbeitgeber abzurufen und in die Praxis umzusetzen. «Sie sind Schreiner, ihr Potential sind ihre Stärken und jeder von ihnen muss sie kennen und das tun, was er am besten kann», riet der Vize-Präsident und hob hervor, dass man von einem Mitglied eines Teams Offenheit, Toleranz und Hilfsbereitschaft erwarte.

Nicht das Resultat alleine

«Sie stehen nach dem Lehrabschluss nun vor Entscheidungen wie und wohin geht es? Kann ich im Lehrbetrieb bleiben? Fühle ich mich wohl?», sagte Niederer. Es gälten bei der Ausführung einer Arbeit nicht nur das Resultat, sondern auch die Leistung, der Weg zum Ziel und die Qualität. Hingewiesen wurde auch auf die wichtigsten Punkte im Gesamtarbeitsvertrag wie Sorgfalt und Treue, Geheimhaltung und Wahrung der Interessen. Als weiteren wichtigen Punkt bezeichnete Niederer das frühzeitige Anmelden der Ferientage. Er appellierte an die jungen Mitarbeiter sich weiterzubilden, sei es als Projekt- oder Produktionsleiter, Fertigungsspezialist oder im Rahmen der Berufsmatura oder einer Fachweiterbildung.

Workshops zu aktuellen Thema

Anlässlich von drei Workshops bot man den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit verschiedenen für sie wichtigen Themen zu befassen. So erfuhren sie bei Stefan Gut, dass eine finanzielle Bildung für Sicherheit, Unabhängigkeit und Freiheit sorgt und es wichtiger ist, einen Tag im Monat über die Finanzen nachzudenken, als 30 Tage zu arbeiten. Mit den zehn Geboten des Geldes machte Gut die jungen Menschen darauf aufmerksam, wie man klug mit seinem eigenen Geld umgeht und dass man nur reich wird mit dem, was man nicht ausgibt. Wie wichtig auf dem Arbeitsmarkt ein richtiges Vorgehen bei der Bewerbung sein kann, erfuhren die Lehrlinge von Herbert Bollhalder. Er richtete den Fokus dabei auf die Bewerbung, den Aufbau eines Begleitschreibens und des Lebenslaufs und vermittelte verschiedene Tipps für das Vorstellungsgespräch. David Keller zeigte auf, wie es nach der Lehre hinsichtlich der weiteren beruflichen Laufbahn weiter gehen könnte und wies insbesondere auch auf die verschiedenen Persönlichkeitseigenschaften hin. Auf dem Gelände des Verkehrssicherheitszentrums stellten die Lehrlinge unter der Leitung der beiden Moderatoren, Alexandra Giordano und Marco Ritter, ihre Geschicklichkeit mit dem Personenwagen unter Beweis. Bei einem abschliessenden Wettbewerb mit einem Dutzend Fragen über das Verhalten im Verkehr und weitere aktuellen Fragen konnten die Teilnehmenden ihr Wissen unter Beweis stellen und einen der 10 attraktiven Preise in Form von Gutscheinen gewinnen.

Werner Lenzin