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Lehrling Cornel Schneggenburger, Ausbildner Roman Fässler (rechts aussen) und Vater Niklaus Schneggenburger (links aussen) lassen sich von ÜK-Berufsbildner Urs Müller die ÜK-Räume erklären.
1/1 wn Lehrling Cornel Schneggenburger, Ausbildner Roman Fässler (rechts aussen) und Vater Niklaus Schneggenburger (links aussen) lassen sich von ÜK-Berufsbildner Urs Müller die ÜK-Räume erklären.
05.09.2019 13:50

Rund um die Schreinerlehre EFZ

Ausbildner, Eltern und Lernende erhielten im Gewerblichen Bildungszentrum in Weinfelden wertvolle Informationen über die vierjährige Schreinerlehre.

Weinfelden 54 Schreinerlehrlinge EFZ haben vor einigen Wochen ihre vierjährige Lehre begonnen. Einer von ihnen ist Cornel Schneggenburger von St. Pelagiberg. Zusammen mit Juniorchef Roman Fässler aus Sitterdorf und seinem Vater Niklaus lässt er sich vom Berufsbildner Urs Müller durch die Räumlichkeiten der Überbetrieblichen Kurse führen. «Mein Vater betreibt eine Wagnerei und Schlosserei in Sommeri und ich hatte schon immer Freude am Holz, was sich auch in meinen Schnupperlehren bestätigte».

Bildungsbericht über Ausbildungsstand

«Ihr Lernenden kommt zu uns Ausbildnern um den schönsten Beruf zu erlernen und wir wollen ihnen die bestmöglichste Ausbildung bieten», begrüsst Michael Brüschweiler, Mitglied der Arbeitsgruppe Schreinerherbst, die Anwesenden. Er zeigt sich überzeugt, dass der Schreinerberuf Zukunft hat und es sich lohnt, diesen zu erlernen. Brüschweiler erläutert das wichtige Zusammenspiel zwischen den Betrieben und den Eltern und präsentiert den Bildungsplan und den daraus entstehenden Lehrplan. Dieser wird vom Ausbildner oder von einem von ihren Delegierten periodisch überwacht. Gemäss Ausbildungsreglement ist der Lernende verpflichtet, seine Ausbildung in einem Arbeitsbuch zu dokumentieren. Das Erarbeiten dieser Dokumentationen hat sowohl im Betrieb wie auch zuhause zu erfolgen. Gemäss Brüschweiler hält der Ausbildner den Ausbildungsstand des Lernenden periodisch, in der Regel in jedem Semester, in einem Bildungsbericht fest. Dieser dient als Grundlage bei Standortbestimmungen, er zeigt die Stärken und Schwächen auf und ermöglicht es, darauf einzugehen. «Dabei wird die Lehre als Ganzes betrachtet und es zählt nicht die Momentaufnahme», erklärt Brüschweiler.

Attraktiver Lehrlingswettbewerb

Fachlehrer Simon Mink beleuchtet das Angebot der Berufsschule, deren Unterricht, Fachkunde, Lehr- und Hilfsmittel, und die Unterstützung der Lernenden. «Unseren Berufsschülern stehen neben den Lehrmitteln und dem Anschauungsmaterial Online-Lehrmittel und der Erfahrungsaustausch zur Verfügung», gibt der Fachlehrer zu verstehen. Stütz- und Freifachkurse sind ein wichtiges Ergänzungsangebot der Gewerblichen Berufsschule Weinfelden. Über die Überbetrieblichen Kurse, die insgesamt 44 Kurstage in den Räumen der Gewerblichen Berufsschule und im Weiterbildungszentrum Klingenberg zur Durchführung gelangen, berichtet ÜK-Berufsbildner Urs Müller. Er stellt den attraktiven Büroarbeitsplatz vor, den die Lernenden im Verlaufe dieser Überbetrieblichen Kurse erarbeiten. Philipp Wyss präsentiert das Qualifikationsverfahren am Ende der Lehrzeit und hält fest: «Hier bekommen die Lernenden die Chance zu zeigen, was sie während ihrer Ausbildung schon alles gelernt haben». Der Wettbewerb «Schreiner Chance» soll auf die Abschlussprüfung vorbereiten und den Lernenden die Möglichkeit geben, selbständig einen Auftrag zu entwickeln und eine Dokumentation über die eigene Arbeit zu erstellen. Zum Abschluss präsentieren die Schreinerlehrlinge ihre Arbeit und ihren Betrieb anlässlich der traditionellen Ausstellung an der WEGA.

Werner Lenzin