Bild: Werner Lenzin
Bezirksgerichtspräsident und SVP-Politiker Pascal Schmid hoch über den Dächern von Weinfelden.
1/1 Bild: Werner Lenzin Bezirksgerichtspräsident und SVP-Politiker Pascal Schmid hoch über den Dächern von Weinfelden.
02.10.2019 08:05

Pascal Schmid «passt genau!»

An den eidgenössischen Wahlen vom 20. Oktober wird auch der 43-jährige SVP-Politiker Pascal Schmid als Nationalrats-Kandidat dabei sein. Der Rechtsanwalt ist Bezirksgerichtspräsident in Weinfelden und sitzt seit bald vier Jahren im kantonalen Parlament. Zudem ist er Vorstandsmitglied bei der SVP Thurgau, Präsident des Verbands Kantonspolizei Thurgau und Vizepräsident des Hauseigentümerverbands Weinfelden.

Weinfelden Gefragt nach den Gründen für seine Nationalratskandidatur antwortet Pascal Schmid spontan: «Ich glaube, dass meine vielfältige berufliche und politische Erfahrung kombiniert mit meiner Lebenserfahrung für dieses Mandat genau passt». Er stehe im Alter von 43 Jahren mitten im Leben. Das heisse für ihn: «Ich habe ein ideales Alter für dieses Mandat, denn ich verstehe die Jungen und habe Verständnis für die Älteren». Nach seiner Tätigkeit als Anwalt in der Privatwirtschaft amtet Schmid nun seit zehn Jahren als Bezirksgerichtspräsident. Eine seiner grössten Herausforderung war während dieser Zeit eine ausgesprochene lebenslängliche Verwahrung, schweizweit die erste und einzige rechtskräftig gewordene. «Ich schätze meine jetzige Arbeit innerhalb eines hervorragenden Teams sehr und ein Weggang als Präsident würde mir nicht leicht fallen, doch ich stelle meine Nationalrats-Kandidatur nun in den Vordergrund», erklärt Schmid.

Rechtliche Fragen begeisterten

Wer ist denn eigentlich dieser Pascal Schmid, der von allen Plakaten mit dem Slogan «passt genau» entgegen lacht? Aufgewachsen als Sohn eines Sekundarlehrers und einer Kindergärtnerin in Henggart und Andelfingen waren Landwirt oder Sekundarlehrer seine ersten Berufswünsche. Nach seiner Matura am Wirtschaftsgymnasium zog die Familie nach Frauenfeld. «Nach meiner Rekrutenschule bei der Strassenpolizei absolvierte ich die Offiziersschule bei den Übermittlungs-truppen, denn die Technik hat mich schon immer interessiert», erinnert sich Schmid. Im Verlaufe eines zweijährigen Praktikums und im Zusammenhang mit einem grossen Fall war für ihn klar: «Rechtliche Fragen faszinieren mich». Deshalb folgte 2003 das Jura-Studium an der Universität Zürich in bis zur ersten Zwischenprüfung überfüllten Hörsälen. «Wir haben daheim im Kreise der Familie viel über Politik diskutiert und waren nicht immer gleicher Meinung», sagt Schmid und weist darauf hin, dass er mit 25 Jahren Mitglied der Jungen SVP Thurgau wurde.

Mehr Gerechtigkeit für den Mittelstand

Pascal Schmid ist überzeugt, dass er sich im Nationalrat mit seinem beruflichen Hintergrund als Rechtsanwalt und seiner grossen Verhandlungserfahrung als Gerichtspräsident rasch zurechtfinden würde: «Es braucht dort bodenständige Juristen, und dazu zähle ich mich, die in der Lage sind, die komplexen Probleme mehrheitsfähigen Lösungen zuzuführen». Was ihn stört ist die Tatsache, dass national ständig neue Gesetze geschaffen, die bestehenden Gesetze aber oft nicht durchgesetzt werden. «Weniger wäre mehr!» Aspekte der Gerechtigkeit sind für den jetzigen Bezirksgerichtspräsidenten sehr wichtig und seine Forderung lautet: Mehr Gerechtigkeit für den Mittelstand. Und Schmid ist Angehöriger der SVP, weil sich diese für eine freie Schweiz einsetze und gegenüber dem Ausland auf unsere Selbstbestimmung poche. Die Erfolgsgeschichte der Schweiz basiert für ihn auf Werten wie Eigenverantwortung, einem liberalen Arbeitsmarkt, der direkten Demokratie und auf christlichen Grundwerten. Besonders wichtig ist für ihn das Gebilde des Rechtsstaates, das allen Menschen und Unternehmen Rechtssicherheit bringe. Gradlinigkeit, Fairness und Ehrlichkeit sind für ihn zentral, diesen Werten versucht er auch in der Politik nachzuleben.

Mit seiner Verlobten Rahel, die in Weinfelden einen Coiffeur-Salon führt, pflegt er einen wichtigen menschlichen Ausgleich zu seinem kopflastigen Beruf. Gemeinsam pflegen sie Hobbys wie Fitness, Skifahren und Reisen. Daneben gehört das Interesse von Pascal Schmid dem Lesen und der Geschichte und auch der Schiesssport findet gelegentlich noch Platz in der Freizeit.

Von Werner Lenzin