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Die Akteure der Informationsveranstaltung (v.l.): Pierre Honegger, Reto Hunziker, Sebastian Frenzel, Martin Müller und Moderator Stefan Mischler.
1/1 Bild: wn Die Akteure der Informationsveranstaltung (v.l.): Pierre Honegger, Reto Hunziker, Sebastian Frenzel, Martin Müller und Moderator Stefan Mischler.
18.01.2019 12:40

Neues vom Förderprogramm Energie Thurgau

Etwa für 15 Millionen Franken hat der Kanton Thurgau im vergangenen Jahr Zusagen gemacht für die die Förderung von Energieprojekten. Im Thurgauerhof folgten 120 Interessierte den Ausführungen der Thurgauer Energiefachleute.

Weinfelden «Energiespezialisten und Bauphysiker haben den Verein Energiefachleute Thurgau 1991 mit dem Ziel gegründet, das energieeffiziente Bauen zu unterstützen und den Austausch mit andern Vereinen zu pflegen», begrüsst Präsident Pierre Honegger die Anwesenden. Wichtig ist dem Verein aber auch die Zusammenarbeit mit der kantonalen Energiefachstelle Thurgau. Reto Hunziker, Verantwortlicher Förderprogramm Abteilung Energie Kanton Thurgau erklärt, weshalb es staatliche Förderung braucht und hebt hervor: «Importierte Energie wird durch lokale Wertschöpfung ersetzt». Gemäss Honegger werden die Gebäudesanierung, die Wärmedämmung, Einzelbauteile und der Ersatz von Heizsystemen mit finanziellen Beiträgen unterstützt.

Bedingungen einhalten

Hunziker zeigt auf, welche Beiträge für Gebäudehüllensanierungen, Gesamtsanierungen nach Minergie und für Neubauten Minergie-P/Minergie-A erwartet werden dürfen. Auch für Holzfeuerungen darf mit einer staatlichen Unterstützung gerechnet werden. «Neu ist für Holzfeuerungen bis 70kw, ab diesem Jahr eine alle zwei Jahre durchzuführende Abnahmemessung, welche Kosten von 2000 Franken verursacht und allenfalls ein Bremsklotz sein könnte gegenüber Wärmepumpen», sagt Hunziker. Wichtig ist bei allen Unterstützungsanträgen, dass die vorgeschriebenen Bedingungen eingehalten werden.

Gebäudeenergieausweis der Kantone

Seit letztem Sommer gibt es gemäss Hunziker auch für Solarstromanlagen mit einer Leistung von mindestens 30 Watt pro Quadratmeter Energiebezugsfläche (EBF) einen Bonus. Dieser beträgt für Einfamilienhäuser 3000 Franken und für Mehrfamilienhäuser 10 Franken pro Quadratmeter EBF. Der schweizweit einheitliche Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) zeigt gemäss Martin Müller, Abteilung Energie Thurgau, wie energieeffizient die Hülle eines Gebäudes ist und wie viel Energie das Gebäude bei einer Standardnutzung benötigt. Der GEAK kann zur energetischen Bestandaufnahme, als Entscheidungshilfe für eine optimale Modernisierungsstrategie oder als Planungsinstrument für einen Neubau genutzt werden. Dargestellt werden von Müller neben dem Aufbau des GEAK und dessen Anwendung im Förderprogramm, die wichtigsten GEAK-Förderprogramme und die zu erwartenden Klassenaufstiege. Abschliessend weist Sebastian Frenzel vom Vorstand der Energiefachleute Thurgau auf die Definition der Sanierungsvarianten und auf den Vergleich von Förderbeiträgen hin. Anhand von zwei Beispielen gelinge es ihm, die Vergleiche der drei möglichen Varianten von Förderbeiträgen aufzuzeigen und auf die verschiedenen Klassen der Energieetikette aufmerksam zu machen.