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V.l. Präsident Hansjörg Brunner verabschiedete Angela Haltiner und das neue Ehrenmitglied Max Möckli aus dem Vorstand und hiess das neue Mitglied Martin Lörtscher willkommen.
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127. Delegiertenversammlung des Thurgauer Gewerbeverbandes
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27.03.2019 16:50

Gewerbeverband sorgt für politische Rahmenbedingungen

Die 200 Delegierten des Thurgauer Gewerbeverbandes wählten im Thurgauerhof den Transport-Fachmann Martin Lörtscher aus Wängi neu in den Vorstand. Seinem Vorgänger, Max Möckli aus Schlatt, verliehen die Delegierten in Anerkennung seiner grossen Verdienste um den Verband, die Ehrenmitgliedschaft.

Weinfelden «Als Präsident des Thurgauer Gewerbeverbandes und als Nationalrat ist es gleichermassen meine Pflicht, sich hauptsächlich mit politischen und wirtschaftlichen Problematiken auseinanderzusetzen», sagte Präsident Hansjörg Brunner bei der Begrüssung der 342 Anwesenden, darunter 200 Delegierte und zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft. Er benützte die Gelegenheit, eine Lanze für den Schweizer Gewerbeverband (SGV) zu brechen. Brunner bezeichnete den Verband als Nummer eins der Schweizer KMU-Wirtschaft und hob hervor: «Der Verband vertritt 230 Kantonal- und Berufsverbände und gegen eine halbe Million Unternehmer». Gemäss den Ausführungen des Präsidenten setzt sich der SGV im Interesse der Schweizer KMU’s als grösster Dachverband der Schweizer Wirtschaft für optimale wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen sowie für ein unternehmer-freundliches Umfeld ein.

Erfolgreiche Verbandspolitik

Der Thurgauer Gewerbeverbands-Präsident appellierte für weniger Vorschriften und mehr Handlungsspielraum für KMU’s. Der SGV wolle seinen Mitgliedern einen möglichst grossen Handlungsspielraum verschaffen. Diese beinhalten, so Brunner, insbesondere die Reduzierung von gesetzlichen Normen und Vorschriften sowie eine administrative Entlastung. «Dies ist die Voraussetzung zur Schaffung von Arbeitsplätzen, volkswirtschaftlicher Prosperität und Rahmenbedingen, die unsere KMU’s, auch international, konkurrenzfähig machen und erhalten», sagte Brunner. Für ihn stehen vier Punkte im Zentrum einer erfolgreichen Verbandspolitik: Stimmen die Ziele mit den Erwartungen der Mitglieder überein? Sind wir im Hinblick auf künftige Entwicklungen richtig positioniert? Welche Aussenwirkung wollen wir erzielen? Ist unsere Organisation mit Blick auf die Ziele zweckmässig?

Einstimmigkeit in allen Bereichen

Regierungsrat Walter Schönholzer unterstrich die Wichtigkeit des Verbandes und des gewerblichen Netzwerkes. Er erinnerte an die vergangene Frühlingssession und stellte fest: «Unsere Gewerbevertreter haben sich erfolgreich für die Priorisierung der BTS eingesetzt und diese ist jetzt endgültig auf dem nationalen Parkett angekommen». Er zeigte sich guten Mutes, dass das Projekt bis 2030 realisiert sein wird. Einstimmig genehmigten die Delegierten den Jahresbericht 2018 und die von Geschäftsführer Marc Widler präsentierte Jahresrechnung 2018, welche einen um 18 000 Franken geringeren Aufwand gegenüber dem Budget und einen Ertragsüberschuss von 1160 Franken ausweist. Ebenfalls einstimmig passierte das Budget 2019 mit einem erwarteten Vorschlag von 1000 Franken und das von Heinz Wendel, Präsident Ausgleichskasse, vorgelegte neue Reglement der Ausgleichskasse des Thurgauer Gewerbeverbandes. Ebenfalls einstimmig erfolgte Wendels Wiederwahl, diejenige von Präsident Hansjörg Brunner und des gesamten Vorstandes. In diesem neu dabei ist Martin Lörtscher, Wängi. Aus dem Vorstand verabschiedet wurden nach siebenjähriger Tätigkeit Angela Haltiner, Münchwilen und nach zwölf Jahren Max Möckli, Schlatt. Mit einem humoristischen Auftritt und ihren nicht ernst zu nehmenden Informationen aus dem Bundeshaus sorgte «Dr. Andrea Hartmann», für einen unbeschwerten Abschluss der Versammlung.

Werner Lenzin