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Sektionspräsident Marco Vidale, Zentralpräsident Peter Goetschi, Regionalgruppenpräsidentin Karin Bischof, Gemeindepräsident Max Vögeli und Grossratspräsident Turi Schallenberg.
1/1 Bild: wl Sektionspräsident Marco Vidale, Zentralpräsident Peter Goetschi, Regionalgruppenpräsidentin Karin Bischof, Gemeindepräsident Max Vögeli und Grossratspräsident Turi Schallenberg.
02.05.2019 10:19

Engagement für nachhaltige Mobilität

Die Delegierten der TCS Sektion Thurgau genehmigten alle Geschäfte einstimmig. Sorge bereitete die Tatsache, dass ein Drittel mehr Verkehrsteilnehmer mit erheblichen Verletzungen registriert werden mussten.

Weinfelden Auf Einladung der Sektion Thurgau, organisiert von der Regionalgruppe Weinfelden mit der neuen Präsidentin Karin Bischof an der Spitze, versammelten sich die 92 Delegierten im Gasthaus zum "Trauben", wo Präsident Marco Vidale neben zahlreichen Gästen auch Grossratspräsident Turi Schallenberg, Regierungsrat Walter Schönholzer, Gemeindepräsident Max Vögeli und TCS-Zentralpräsident Peter Goetschi begrüssen durfte. «Vor 57 Jahren wurde hier die Regionalgruppe Weinfelden gegründet», erinnerte Bischof und Vögeli nannte die Strategie des Weinfelder Gemeinderats: «Dort wo wir gut sind, wollen wir besser werden». Gemäss Regierungsrat Walter Schönholzer hat die Thurgauer Regierung bei der «Strategie 2040» bewusst auf die spezifischen Erfolgsfaktoren gewichtet. «Auch der TCS Thurgau denkt langfristig, engagiert sich in der Politik und setzt sich auseinander mit einer nachhaltigen Mobilität», sagte Schönholzer. Er zeigte sich zufrieden darüber, dass die Wichtigkeit und Bedeutung der BTS/OLS erfolgreich in Bern angekommen ist.

Zehn Prozent mehr Unfälle

Zufrieden zeigte sich Präsident Marco Vidale über die jüngste Unfallauswertung der Kantonspolizei Thurgau, wurden doch 5,4 Prozent weniger polizeilich registrierte Verkehrsunfälle auf Thurgauer Strassen verzeichnet. Zurückgegangen sind auch die Unfälle mit Personenschaden (-1.8 Prozent). Die Zahl der Getöteten ist gegenüber dem Vorjahr um 12.5 Prozent zurückgegangen. Als wichtigste Ursache für die Unfälle nannte Vidale Geschwindigkeit, Vortritt und Ablenkung. «Wir versuchen mit einem umfassenden Kursangebot präventiv zu wirken, um möglichst Unfälle zu vermeiden», versicherte der Präsident.

Weniger Teilnehmer

Urs Reinhardt, Verwaltungsratspräsident des Verkehrssicherheitszentrums Thurgau, teilte mit, dass der Betrieb durch die Veränderung von Opera 3, wonach die Junglenker ab 2020 nur noch einen Weiterbildungskurs absolvieren müssen, beeinträchtigt wird. «Wir haben den Einfluss auf die Teilnehmerzahlen in den vergangenen drei Monaten deutlich zu spüren bekommen», stellt Reinhardt fest. Der Verwaltungsrat plane flexibel und beobachte die weitere Entwicklung regelmässig, um ohne Verlust über die Runde zu kommen. Bei den freiwilligen Kursen zeigt sich laut Reinhardt ein durchzogenes Bild. Während der Kurs «Autofahren heute plus» nochmals zugelegt hat, bewegen sich die andern Kursangebote teilweise rückläufig oder auf gleichem Niveau wie im Vorjahr.

Zustimmung zu Rechnung und Budget

Der präsidiale Jahresbericht, das Jahresprogramm und die von Kassierin Marion Wiesmann vorgelegte Rechnung 2018, welche einen Gewinn von 25 177.75 Franken ausweist, wurden einstimmig angenommen. Zudem informierte die Kassierin über das Budget 2019, welches mit einem Ertrag von 872 305 Franken und einem Aufwand von 898 300 Franken rechnet. Ohne Gegenstimme stimmten die Delegierten der Beibehaltung des Jahresbeitrages zu. Gemäss TCS-Zentralpräsident Peter Goetschi sind die Mobilität, und somit auch die Erwartungen und Ansprüche der Mitglieder im Wandel. Erfolgreich eingeführt habe man das neue Modell der Mitgliedschaft, welches auch das Fahrrad und den Mobilitätsschutz im öffentlichen Verkehr beinhaltet.

Werner Lenzin