z.V.g.
300kg Nahrungsabfall fallen in der Schweiz pro Person und Jahr an, knapp die Hälfte davon entsteht zuhause in der privaten Küche.
1/3 z.V.g. 300kg Nahrungsabfall fallen in der Schweiz pro Person und Jahr an, knapp die Hälfte davon entsteht zuhause in der privaten Küche.
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Küchenchef Sebastian Ukatz reduzierte die Restmengen im Alterszentrum Weinfelden um mehr als 90 Prozent.
2/3 Archivbild Küchenchef Sebastian Ukatz reduzierte die Restmengen im Alterszentrum Weinfelden um mehr als 90 Prozent.
Martina Weber von GORILLA lässt die Interessierten in ihrem Workshop Kräuter mit allen Sinnen erfahren.
3/3 Martina Weber von GORILLA lässt die Interessierten in ihrem Workshop Kräuter mit allen Sinnen erfahren.
05.09.2019 14:38

300 kg Nahrungsabfall pro Person und Jahr

Das «Schulnetz21-TG» der Perspektive Thurgau und das Aktionsprogramm «Thurgau bewegt» widmeten sich dem Thema der gesunden und nachhaltigen Ernährung. 300kg Nahrungsabfall fallen in der Schweiz pro Person und Jahr an, knapp die Hälfte davon entsteht zuhause in der privaten Küche. Die Schule ist eine wichtige Partnerin, schweizweit 2'500'000 Tonnen Food Waste jährlich zu verringern.

Thurgau Welche Speisen sollten wir zu welcher Tageszeit geniessen? Dann, wenn wir am Morgen Kaffee zu uns nehmen, wäre der Körper eigentlich in Höchstform, um Eiweiss, ja auch Insekten, zu verdauen. Das Znünigipfeli liesse sich leicht ersetzen mit Bündnerfleisch, Ei oder auch Käse. Doch wer hat schon Lust darauf, kaum dem Bett entkommen? Andrea Schwyn, Inhaberin der KochLust und Referentin an der Tagung hat auch dafür einen Trick auf Lager: Ein Schwarztee mit ganz wenig Zucker regt auch bei Morgenmuffeln den Appetit an.

Food Waste = Money Waste

In drei Workshops vertieften sich Lehrpersonen, Schulsozialarbeitende und Vertreter aus dem pädagogischen Bereich Food Waste, clevere Zubereitung von Hülsenfrüchten sowie das Erlebnis Küchenkräuter. Food Waste = Money Waste, so die provokative These von Sebastian Ukatz, stolzer gelernter Koch, wie er selbst sagt. Er ist Leiter der Küche des Alterszentrums Weinfelden und zeigte eindrücklich, wie sich die Grossküche über die Jahre veränderte. Er stellte sich 2012 erstmals der Herausforderung, mit seinem Team möglichst alles frisch und ohne Reste, also «Food Safe», zu kochen. Das Zentrum kocht seit der Umstellung nicht auf Reserve, produziert jedoch nach, wenn Bedarf besteht. So konnten die Restmengen um mehr als 90 Prozent reduziert werden.

Erlebnis Küchenkräuter

Martina Weber, Projektleiterin von GORILLA, einem Jugendprogramm für Ernährung und Bewegung, lässt die Interessierten mit allen Sinnen die Unterrichtseinheiten für Jugendliche zur nachhaltigen Ernährung erproben. Küchenkräuter riechen, erkennen und auch wissen, wo sie einsetzbar sind, macht Lust auf mehr. Die Anwesenden erhielten die Gelegenheit, gesunde Leckereien von der KochLust zu kosten und auch einen kulinarischen Sinn hinter dem grossen Thema Nachhaltigkeit zu erfahren. Ziel sollte sein Food Waste zu verhindern und bedarfsorientiert zu essen. ⋌red