Bild: Bernhard Marbach
J. Schäuble SUI, K.Metsemakers NL, Nico Stahlberg.
1/1 Bild: Bernhard Marbach J. Schäuble SUI, K.Metsemakers NL, Nico Stahlberg.
06.11.2018 10:22

Kreuzlinger Ruderer beim letzten „Engadiner der Ruderer“ erfolgreich

Nach mehr als 30 Jahren Armadacup schien der Himmel zu weinen ob der letzten Austragung des einmaligen „Engadiner der Ruderer“. Über 200 Ruderer/innen liessen sich trotz Kälte, Dauerregen und böigen Winden nicht davon abhalten in Ihren Einerbooten dem letzten Armadacup die Ehre zu erweisen.

Rudern Massenstart, neun Kilometer Kurven, Seegras, Sandbänke und die Bord an Bord Kämpfe in den 8m langen Booten fordern von den Teilnehmern - vom Junior über Eliteruderer bis zu den Masters - körperlich und mental das Höchstmass.

Nico Stahlberg startete wie jedes Jahr aus der ersten Reihe in Mitten der Weltelite. Regen und starker Gegenwind sorgten für ein hartes Rennen, das der Kreuzlinger noch vor den amtierenden Olympiasiegern Valent und Martin Sinkovic auf dem starken dritten Rang beendete. Der Armadacup bedeutet gleichzeitig den offiziellen Start in das Wintertraining zum Olympiaqualifikationsjahr, das der Profisportler nun motiviert und zuversichtlich angehen kann.

Auf Paul Stahlberg, den Vater von Nico Stahlberg wartete dieses Jahr eine besondere Aufgabe. In seiner Kategorie der Masters 50 bis 60 Jahre startete die Ruderlegende und mehrfache Olympiasieger Thomas Lange aus Deutschland und der Schweizer Beat Schwerzmann, Olympiasilbermedaillengewinner von Seoul 1988. Diese Chance auf den direkten Vergleich mit den Helden von damals liess sich Paul Stahlberg trotz starker Erkältung nicht entgehen. Dank gelungener Linienwahl und vollem Einsatz landete er hinter einem italienischen Ruderer und Thomas Lange auf Platz drei. Mit der Ruderlegende Thomas Lange gemeinsam auf dem Podest zu stehen ist eine Ehre, die sich Paul Stahlberg nie hätte träumen lassen.

Erst zum zweiten Mal dabei und deshalb aus den hinteren Reihen am Start war Max Egloff bei den U19 Junioren. Sein Ziel, das Rennen ohne Kenterung und mit einigen Rangverbesserungen geschafft zu haben, hat Max Egloff erreicht und ist nun ebenfalls bereits im Wintertraining um die bevorstehenden Tests des Schweizer Ruderverbandes erfolgreich zu absolvieren.

Mit Wehmut, zwei Medaillen und guten Erinnerungen zugleich ging für die Ruderer aus Kreuzlingen der 32. und letzte Armadacup zu Ende.

red