Archivbild: Foto Gaccioli Kreuzlingen
Der HSC Kreuzlingen gewann auch das zweite Spiel in dieser Saison.
1/1 Archivbild: Foto Gaccioli Kreuzlingen Der HSC Kreuzlingen gewann auch das zweite Spiel in dieser Saison.
09.09.2019 09:27

Kreuzlinger Höhenflug geht weiter

Mit einem 32:25-Auswärtssieg gegen NLA-Absteiger Gossau überrascht der HSC Kreuzlingen auch am zweiten NLB-Spieltag.

Handball Darauf hätten im Vorfeld wohl nicht einmal die kühnsten Optimisten etwas gewettet: Der Aufsteiger vom Bodensee gewinnt sowohl gegen den Playoff-Finalisten der Vorsaison als auch gegen den ambitionierten NLA-Absteiger. Viel eher hatte man sich im Lager der Kreuzlinger darauf eingestellt, nach der perfekten Aufstiegssaison wieder Niederlagen akzeptieren zu müssen. Aber die einmalige Erfolgsserie des HSC Kreuzlingen geht weiter: Mit dem Überraschungscoup in Gossau hat er saisonübergreifend jetzt schon 35 Siege aneinander gereiht. Die letzte Niederlage datiert vom 17. März 2018 – also vor eineinhalb Jahren.

Brasilianische Mauer und spielbestimmender Dedaj

Die Gossauer hatten sich ihren Saisoneinstand bestimmt anders vorgestellt. Der NLA-Absteiger machte aus einem 0:2 zwar durch den Ex-Kreuzlinger Arie Thür schnell ein 3:2 (7.) und hielt die Partie gegen den Herausforderer vom Bodensee bis zur 10. Minute (5:5) offen. Dann aber setzte der HSCK dank Paraden seines brasilianischen Torhüters Joao Perez, einem überragenden Spielgestalter Valon Dedaj und präzisen Abschlüssen zu einem Zwischenspurt mit fünf Treffern in Serie an. Von diesem Rückschlag erholte sich das Team von Trainer Oliver Roth vorerst nicht. Kreuzlingen blieb konzentriert und ging schliesslich mit einer 16:10-Führung in die Pause.

Auch kritische Situation gemeistert

Torhüter Perez war dann auch nach dem Seitenwechsel gegen Gossaus besten Werfer Davin Amman (8 Treffer) zur Stelle, worauf Sandro Bär postwendend auf 10:18 erhöhte. Gossau-Trainer Roth sah sich in der 41. Minute beim Stand von 14:20 zu einem Time-out gezwungen. Das zeigte die gewünschte Wirkung. Die Fürstenländer kamen wieder bis auf drei Treffer heran (48./20:23) und durften sich nochmals Hoffnungen machen. Wie abgeklärt und entschlossen der Aufsteiger nach dem Time-out von Trainer Marcel Keller in dieser kritischen Situation aber reagierte, war bemerkenswert und zeugt von Selbstvertrauen. Fünf Minuten später war die Partie mit dem 28:22 für Kreuzlingen entschieden. Die verbleibenden siebeneinhalb Minuten brachte der Herausforderer souverän über die Bühne und den ambitionierten Gossauern, die den sofortigen Wiederaufstieg anstreben, blieb nichts anderes übrig, als dem Aufsteiger zum Sieg zu gratulieren. Herausragende Werfer bei den Thurgauern waren Valon Dedaj und Sandro Bär mit je sieben sowie Linksaussen Fabian Schneider mit sechs Treffern.

Heimspiel gegen Mitaufsteiger

Am nächsten Sonntag, 18 Uhr, empfangen die Kreuzlinger in der heimischen Egelseehalle den Mitaufsteiger Chênois Genf. Den Calvinstädtern traut man im Vorfeld ebenfalls eine starke Rolle in der Nationalliga B zu. Das Aufstiegskader um Trainer Nicot Baptist konnte mehrheitlich zusammengehalten werden und wurde zusätzlich mit dem 21-jährigen bosnischen Linkshänder Adnan Sivic (Ego Siena/It) sowie dem 24-jährigen Franzosen William Trindade (von Sélestat Alsace) namhaft verstärkt.

red

TSV Fortitudo Gossau – HSC Kreuzlingen 25:32 (10:16)

SH Buechenwald. – 250 Zuschauer. – Sr. Abalo/Maurer.

Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Gossau, 1-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.

Gossau: Staub (4 Paraden), Le Peillet (5 Paraden); Züger (1), Amman (8), Mächler, Schiller, Bucher, Harder (4), Thür (7), Graf (2), Bamert (1), Sutter, Lind (2/1).

Kreuzlingen: Perez (17 Paraden), Perazic (1 Parade/Penalty); Tahirukaj (2), Dedaj (7), Wipf, Bär (7), Heim (3), Mettler (2), Kun (3), Gasser, Singler, Schneider (6/1), Meisinger, Zeller (2).

Penaltystatistik: Gossau 1 von 2, Kreuzlingen 1 von 1.

Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Gyuris und Tsamesidis (beide überzählig).