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Die Kreuzlinger Handball-Frauen sind zurück in der höchsten Spielklasse.
1/1 Bild: z.V.g. Die Kreuzlinger Handball-Frauen sind zurück in der höchsten Spielklasse.
16.04.2019 09:12

Kreuzlinger Frauen zurück in der höchsten Spielklasse

Mit einem in extremis erkämpften 33:31 (15:21)-Sieg beim BSV Stans holten die Frauen des HSC Kreuzlingen am Sonntagabend die nötigen Punkte zum Aufstieg in die SPL1.

Handball Im Handball ist vieles möglich. Diese Weisheit bestätigte sich wieder einmal im sonntäglichen Gastspiel des HSC Kreuzlingen in Stans. Noch bei Halbzeit deutete wenig darauf hin, als ob sich die Thurgauerinnen den einen Punkt würden sichern können, der die Rückkehr in die Eliteklasse des Frauenhandballs in trockene Tücher wickelt. Die Stanserinnen, welche zuletzt mit Siegen über GC Amicitia Zürich und Herzogenbuchsee überzeugten, zeigten in den ersten 30 Minuten eine vor allem offensiv bärenstarke Leistung und den unbändigen Willen, sich doch noch einmal ins Gespräch um ein SPL1-Ticket für die Saison 2019/2020 zu bringen. In der Pause führten die Nidwaldnerinnen mit 21:15 – auch in dieser Höhe durchaus verdient. Auf der anderen Seite durfte HSCK-Trainerin Kristina Ertl-Hug vor allem mit der Abwehrleistung ihres Teams überhaupt nicht zufrieden sein.

Wie verwandelt

Nach der Pause stand auf einmal eine ganz andere Kreuzlinger Mannschaft auf dem Platz. Endlich sah man in der Abwehr die nötige Disziplin und physische Präsenz, sowie im Angriff entschlossene Abschlüsse. Mit einem Blitzstart trug der HSCK schnell die Hälfte seines Rückstandes ab. Weil sich auch Torfrau Adriane Hajduk in den zweiten 30 Minuten markant steigert und mehrere Schlüsselparaden zeigte, geriet plötzlich viel Sand ins Getriebe der zuvor entfesselt aufspielenden Stanserinnen. Eine erste Chance zur Wende vergab der HSCK rund eine Viertelstunde vor Schluss, als man beim Stand von 25:24 für Stans gleich mehrere hochkarätige Chancen liegen liess. Während beinahe acht Minuten fiel kein einziger Treffer mehr. Als dann Stans in Überzahl auf 26:24 erhöhte, brauchte es eine weitere Glanzparade von Hajduk, um nicht noch mehr in Rücklage zu geraten. Mit drei Treffern in Serie gelang dem HSCK dann aber doch die Wende zum Guten. Der siebte Treffer von Pahske Marku zum 27:26 in der 53. Minute bedeutete die erstmalige Führung für die Kreuzlingerinnen im ganzen Spiel. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich stellte das Bodensee-Team mit vier Toren in Serie die Weichen gut drei Minuten vor der Schlusssirene endgültig. Zwar steckte Stans nicht auf, näher als bis auf zwei Treffer kam die Truppe des scheidenden Trainers Vicente Cotrina Cabal aber nicht mehr heran. Die erfolgreichsten Schützinnen waren mit jeweils acht Treffern Nationalspielerin Samira Schardt bei Stans, sowie Katja Sivka und Pashke Marku bei Kreuzlingen.

Jetzt Platz 1 im Visier

Zwei Runden vor Schluss führt der HSC Kreuzlingen die Tabelle mit 12 Punkten (+35 Tore) an. Dahinter folgen Yellow Winterthur (10 Punkte/-13 Tore), Herzogenbuchsee (9 Punkte/+13 Tore) und GC Amicitia Zürich (8 Punkte/+14 Tore). Diese vier Teams halten derzeit das SPL1-Ticket für die nächste Saison in den Händen. Sicher in der höchsten Spielklasse dabei sind aber nur Kreuzlingen und Winterthur. Unter dem Strich liegen aktuell Leimental (5 Punkte/-22 Tore) und Stans (4 Punkte/-27 Tore). Die Kreuzlingerinnen gastieren nach dem spielfreien nächsten Wochenende am 27. April bei der abstiegsgefährdeten HSG Leimental, die in jedem Fall gewinnen muss, will es ihre Chancen auf den Verbleib in der höchsten Spielklasse wahren. Zum Saisonabschluss empfängt der HSCK dann am Samstag, 4. Mai, 16 Uhr, den HV Herzogenbuchsee und kann dann den Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse mit seinem Publikum gebührend feiern.

red

BSV Stans – HSC Kreuzlingen 31:33 (21:15)

Eichli. – 238 Zuschauer. – Sr. Kappler/Zürcher.

Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Stans, 5-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.

Stans: Schoch (1.-60./12 Paraden), Hofstetter (nicht eingesetzt); Hurschler, Schardt (8/3), Jónsdóttir (3), Kuster (4), Kretz (6), Olsen (1), Schwab (3/1), Fellmann (6), Sägesser.

Kreuzlingen: Hajduk (1.-19./31.-60./13 Paraden), Stein (19.-30./1 Parade); Singer-Duhanaj (2), Skoricova (3/1), Klein (1), Weidmann (5), Winger (3/1), Rothacker (1), Marku (8/1), Neacsu, Sivka (8), Eblen, Fix, Plüss (2).

Penaltystatistik: Stans 4/4, Kreuzlingen 3/3.

Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Espinosa (abwesend) und Zuzankova (nicht im Aufgebot).