Archivbild: Foto Gaccioli Kreuzlingen
Die Frauen des HSC Kreuzlingen verloren mit 26:38 gegen den Leader.
1/1 Archivbild: Foto Gaccioli Kreuzlingen Die Frauen des HSC Kreuzlingen verloren mit 26:38 gegen den Leader.
07.10.2019 14:46

Kreuzlinger Defensive nicht stabil genug: 26:38 gegen den Leader

Aufgrund einer ungenügenden Abwehrleistung kassierten die SPL1-Frauen des HSC Kreuzlingen gegen Leader Zug eine deutliche 26:38 (16:20)-Heimniederlage.

Handball Der Aufsteiger vom Bodensee ist durch die Niederlage gegen den verlustpunktlosen Tabellenführer aus Zug auf den sechsten Platz abgerutscht. Obschon als Aussenseiter angetreten, hatten sich die Kreuzlingerinnen in ihrem fünften Meisterschaftseinsatz doch ein besseres Resultat erhofft. Aber Zug legte die defensiven Abstimmungsprobleme beim HSCK schonungslos offen. 20 Gegentreffer in einer Halbzeit sind auch gegen den Leader definitiv zu viele. In diesem Bereich wird Cheftrainerin Kristina Ertl Hug in den nächsten Trainings den Hebel ansetzen müssen. Einzig das abgeschlagene Schlusslicht GC Amicitia Zürich hat bisher mehr Verlusttreffer hinnehmen müssen.

Nur 15 Minuten auf Augenhöhe

Die Kreuzlingerinnen starten gut und spielten in der ersten Viertelstunde bis zum 8:9 auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit häuften sich beim HSCK aber die Fehlwürfe und technischen Fehler. Dazu nahm die Zuger Offensivabteilung mit ihren vier Nationalspielerinnen viel Fahrt auf. Bei Halbzeit lagen die Thurgauerinnen bereits mit 16:20 zurück. Und weil der HSCK nach dem Seitenwechsel satte elf (!) Minuten benötigte, um seinen 17. Treffer zu realisieren, war die Partie früh entschieden. Der Leader schraubte das Skore so bis auf 17:27 (41. Minute) in die Höhe. Die Partie war damit frühzeitig entschieden. Am Ende lautete das Verdikt 38:26 für den Playoff-Finalisten der Vorsaison. Während bei Zug die A-Nationalspielerinnen Charlotte Kähr (9 Tore) und Dimitra Hess (6) sowie Sibylle Scherer (6) für viel Offensivpower sorgten, waren Katharina Winger (7), Isabel Tissekker und Selina Weidmann (je 5) die erfolgreichsten Werferinnen beim HSCK, wobei einzig Weidmann eine gute Quote erreichte.

Gastspiel in Thun

Die nächste Aufgabe in der Meisterschaft am Samstag, 19. Oktober, wird für den HSC Kreuzlingen eine schwierige. Beim Gastspiel in Thun treffen die Thurgauerinnen auf einen Gegner, der am Wochenende mit einem 22:16-Heimsieg über den zuvor verlustpunktlosen Titelverteidiger LC Brühl St. Gallen viel Selbstvertrauen getankt hat. Um im Berner Oberland bestehen zu können, muss sich das Team von Kristina Ertl Hug vor allem defensiv deutlich steigern.

Cup-Heimspiel gegen Zug

Vor dem nächsten Meisterschaftseinsatz empfängt der HSC Kreuzlingen am Sonntag, 13. Oktober, 16 Uhr, den LK Zug zum Achtelfinalduell im Schweizer Cup. Nach dem 38:26-Erfolg in der Meisterschaft sind die Zentralschweizerinnen natürlich auch im Cup der haushohe Favorit. Man darf gespannt sein, ob sich die HSCK-Frauen steigern und Zug länger fordern können. Allerdings wird Cheftrainerin Kristina Ertl Hug ab sofort auf die Dienste von Katharina Winger verzichten müssen. Die 24-jährige Deutsche wird zukünftig in München Tiermedizin studieren und muss deshalb umziehen.

red

HSC Kreuzlingen – LK Zug 26:38 (16:20)

Egelsee. – 100 Zuschauer. – Sr. Keist/Winkler.

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 2-mal 2 Minuten gegen Zug.

Kreuzlingen: Wörner (5 Paraden), Hajduk (0 Paraden); Mayer (1), A. Veit (2), Tissekker (5/1), Klein, Weidmann (5), Winger (7/2), Rothacker, Marku, Sivka (3), Plüss (1), Juhasz (2).

Zug: Innes (10 Paraden), Pétursdóttir (3); Wegmüller (1/1), Speerli (1), Tschamper, Scherer (6/2), Cavallari (3), Stutz (5/2), Baumann (2), Kärh (9), Heinzer (3), Hess (6), Gwerder (1), Jónsdóttir (1).

Penaltystatistik: Kreuzlingen 3 von 3, Zug 5 von 5.

Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Federau, J. Veit, Heinstadt (alle überzählig), Espinosa (Ausbildung) und Hildebrand (verletzt). – Letztes Spiel von Katharina Winger (Studium in München).