Bild: Felix Walker
Der Kreuzlinger Mittelblock mit Katharina Winger (l.) und Kira Klein (r.) war für den Winterthurer Rückraum oft ein unüberwindbares Hindernis.
1/1 Bild: Felix Walker Der Kreuzlinger Mittelblock mit Katharina Winger (l.) und Kira Klein (r.) war für den Winterthurer Rückraum oft ein unüberwindbares Hindernis.
01.04.2019 11:35

Geglückte Revanche dank starker Abwehrleistung

Der HSC Kreuzlingen feierte in der Auf-/Abstiegsrunde NLA/NLB beim 29:21 in Winterthur seinen vierten Sieg. Am nächsten Sonntag, 20 Uhr, gastiert GC Amicitia Zürich in der Egelseehalle. Im Kampf um die NLA-Zugehörigkeit eine wegweisende Partie.

Handball Die Erleichterung und Genugtuung war gross bei den Kreuzlingerinnen, als sie nach dem Schlusspfiff zum Siegestanz ansetzen und ihren vierten Vollerfolg in der Auf-/Abstiegsrunde bejubelten. Die Basis zur erfolgreichen Revanche für die bittere 28:29-Heimniederlage gegen den gleichen Gegner zwei Wochen zuvor legte das Team von Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug in der Abwehr. Angeführt von einem starken Mittelblock mit Katharina Winger und Kira Klein zogen sie den Gastgeberinnen mit viel Disziplin und Einsatzwillen den Zahn. Da zudem auch die junge Kim Espinosa eine bärenstarke Leistung auf der Halbposition gegen Topscorerin Luana Feller zeigte, blieb die Yellow-Offensive in vielen Phasen der Partie verhältnismässig harmlos. Der 29:21-Erfolg des HSC Kreuzlingen ging absolut in Ordnung, war er doch an diesem Abend die bessere Mannschaft. Bereits bei Halbzeit hätte die Führung deutlicher als nur 13:9 ausfallen müssen, doch sündigten die Thurgauerinnen in den ersten 30 Minuten desöftern im Abschluss.

Weichen mit Zwischenspurt gestellt

Die Vorentscheidung fiel bereits in der Startphase zur zweiten Halbzeit. Nachdem Yellow nochmals auf 12:14 hatte aufschliessen können, setzte der HSCK zu einem vierminütigen Zwischenspurt an und erzielte vier Treffer in Serie. Von diesem Rückschlag erholte sich das Team von Yellow-Trainer Fabian Schäfli nicht mehr. Nun machte sich auch das kleine Kader der Zürcherinnen bemerkbar. Weil der HSCK das Tempo immer hochhalten konnte, bauten die gegnerischen Leistungsträgerinnen, die mangels Alternativen praktisch durchspielen mussten, augenscheinlich ab. Spätestens nach dem 16:23 durch Rückkehrerin Pahske Marku in der 50. Minute war die Frage nach dem Sieger geklärt. Yellow fehlten die Kraft und die Mittel, um eine Aufholjagd starten zu können. Mit einer offensiven Abwehr verpufften die Gastgeberinnen zusätzliche Kräfte. Angesichts des klaren Verdikts konnte HSCK-Trainerin Kristina Ertl-Hug in der Schlussphase auch noch ihren Ersatzspielerinnen wichtige Einsatzzeit ermöglichen.

Eine überzeugende Teamleistung

Es war primär eine überzeugende Teamleistung des HSC Kreuzlingen. Positiv war insbesondere die Erkenntnis, dass man in diesem immer noch sehr jungen Team nicht auf die Tagesform einiger weniger Akteurinnen angewiesen ist. So blieben die bisher treffsichersten Werferinnen, Topscorerin Petra Skoricova (3 Tore) und Katja Sivka (4), für einmal unter ihren Möglichkeiten. Dafür spielte Katharina Winger nicht nur wie gewohnt stark in der Abwehr, sondern mit neun Treffern auch offensiv mit grosser Durchschlagskraft. Dazu ist die Rückkehr von Linksaussen Pashke Marku aus Nottwil (Spono Eagles) definitiv ein Gewinn für das Team, was der Trainerin noch einmal mehr taktischen Spielraum gibt. In guter Form präsentierte sich ebenso Torfrau Adriane Hajduk mit einer Abwehrquote von 33 Prozent. Sucht man ein Haar in der Suppe, so ist die Penaltyquote (nur 50%) wie auch das Überzahlspiel noch verbesserungsfähig.

Gelingt auch gegen Zürich die Revanche?

Am nächsten Sonntag, 20 Uhr, empfängt der HSCK den Traditionsklub GC Amicitia Zürich in der Sporthalle Egelsee. Auch gegen die Stadtzürcherinnen haben Winger & Co. eine offene Rechnung zu begleichen. Das Hinspiel Mitte Februar gewann GC Amicitia mit 33:27. Während der HSCK damals deutlich unter seinen Möglichkeiten blieb, wusste GC Amicitia in der inzwischen nicht mehr spielberechtigen Mazedonierin Simona Grozdanovska (14 Tore) die alles überragende Akteurin in seinen Reihen. Mit einem Heimsieg gegen Zürich könnte der HSCK einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung sofortigen Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse tun. Allerdings dürften die Kreuzlingerinnen auf harten Widerstand stossen, wird GC Amicitia doch mit Sicherheit alles daran setzen, die 30:32-Schlappe vom Samstag gegen den zuvor punktelosen Tabellenletzten BSV Stans mit einem Vollerfolg in Kreuzlingen auszubügeln.

red

Yellow Winterthur – HSC Kreuzlingen 21:29 (9:13)

Eulachhalle 2B. – 120 Zuschauer. – Sr. Häner/Maurer.

Strafen: je 3-mal 2 Minuten.

Winterthur: Fischbacher (12 Paraden, davon 1 Penalty), Pöcze (nicht eingesetzt); Bölsterli (2), Makar, Jugovic (4/1), Kashani (2), Manser (2), Feller (4), Gwerder (2), Koller, Lüscher (5).

Kreuzlingen: Hajduk (10 Paraden, davon 1 Penalty), Zuzankova (nicht eingesetzt); Singer-Duhanaj, Skoricova (3), Klein (2), Weidmann (2), Winger (9/2), Rothacker, Espinosa (2/1), Marku (5/1), Neacsu (2), Sivka (4), Eblen, Plüss.

Penaltystatistik: Winterthur 1/3, Kreuzlingen 4/6.

Team-Time-outs: 17./4:7 Winterthur, 26./7:10 Kreuzlingen, 50./16:23 Winterthur, 54./17:24 Kreuzlingen.

Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Fix und Stein; Winterthur u.a. ohne Agnes Rutqvist.