Archivbild: Foto Gaccioli Kreuzlingen
Die Kreuzlinger Handballerinnen errangen am Wochenende ein Unentschieden.
1/1 Archivbild: Foto Gaccioli Kreuzlingen Die Kreuzlinger Handballerinnen errangen am Wochenende ein Unentschieden.
09.09.2019 09:42

Erster Punktgewinn mit fadem Beigeschmack

Am 2. Spieltag der SPL1-Hauptrunde kam der HSC Kreuzlingen nicht über ein 25:25 (14:11)-Heimunentschieden gegen den HV Herzogenbuchsee hinaus.

Handball Haben die Kreuzlingerinnen gegen Herzogenbuchsee einen Punkt gewonnen - oder eher einen verloren? Aufgrund der gesamten 60 Spielminuten hätte die Mannschaft von Cheftrainerin Kristina Ertl Hug zwingend beide Zähler auf ihrem Konto verbuchen müssen. Am Ende wäre allerdings auch eine Niederlage möglich gewesen, denn Katharina Winger rettete dem HSCK mit einer starken Abwehraktion in den Schlusssekunden zumindest den einen Zähler. Wie schon bei der Startniederlage bei Cupsieger SPONO EAGLES hatten die Kreuzlingerinnen in der zweiten Halbzeit abgebaut – und erneut standen sie sich mit insgesamt sechs Strafen auch selbst im Weg.

Zuviele Torchancen vergeben

Dabei sah bis zur 36. Minute vieles danach aus, als ob der HSC Kreuzlingen den angestrebten ersten Sieg realisieren kann. Dank einer starken Torfrau Nathalie Wörner, einer treffsicheren Mobiliar-Topscorerin Isabel Tissekker und vier erfolgreichen Abschlüssen der Linkshänderin Petra Skoricova innerhalb von knapp fünf Minuten zum 18:13 schien die Ertl-Truppe auf die Siegerstrasse einzubiegen. Dann aber zeigte sich wieder, dass es in der neuformierten Mannschaft doch noch einige Abstimmungs- und Abspracheprobleme gibt. Und trotz allem hätte Kreuzlingen die Partie gewinnen können, ja müssen. Wäre da nicht die völlig ungenügende Chancenverwertung gewesen. Alleine in den letzten fünf Minuten verschoss der HSCK nicht nur einen Penalty, sondern auch noch zwei Gegenstösse. So avancierte Torfrau Leandra Lüthi mit mehreren Glanzparaden zur eigentlichen Matchwinnerin für die Bernerinnen. Mit dem 25:25 dürften schlussendlich aber beide Teams leben können. «Immerhin ein Punkt und nicht verloren», wird es hüben wie drüben heissen.

David gegen Goliath am nächsten Sonntag

Die Hauptprobe für das Ostschweizer Derby vom nächsten Sonntag, 16 Uhr, gegen Meister und Supercup-Sieger LC Brühl St. Gallen ist den Kreuzlingerinnen also nur halb geglückt. Gegen die Olmastädterinnen tritt das Team von Kristina Ertl Hug trotz Heimvorteil als klarer Aussenseiter an. Der Meisterschaftsfavorit stand am Wochenende im Europacup im Einsatz.

red

HSC Kreuzlingen – HV Herzogenbuchsee 25:25 (14:11)

SH Egelsee. – 250 Zuschauer. – Sr. Keist/Winkler.

Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 2-mal 2 Minuten gegen Herzogenbuchsee.

Kreuzlingen: Wörner (1.-50./11 Paraden), Hajduk (50.-60./0 Paraden); Mayer (1), Skoricova (5), A. Veit, Klein (1), Weidmann (3), Winger (3/1), Rothacker, Marku (1), Sivka (3), Juhasz, Heinstadt.

Herzogenbuchsee: L. Lüthi (12 Paraden), Witschi (1 Parade); Ingold (3), V. Lüthi (4/2), Jenni, Schneider (2), Frutiger (1), L. Bieri (6/1), Roth (3), Rohde, Hofer (3), Steiner (3).

Penaltystatistik: Kreuzlingen 3 von 4, Herzogenbuchsee 3 von 3.

Time-out: 18./8:6 Herzogenbuchsee, 27./13:10 Kreuzlingen; 36./18:13 Herzogenbuchsee, 44./20:18 Kreuzlingen, 60. (59:30)/25:25 Kreuzlingen.

Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Plüss, Hildebrand (beide verletzt), J. Veit und Federau (überzählig).