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Sportamt-Chef Martin Leemann (l.) ehrt die Sportlerinnen und Sportler mit Höchstleistungen im Theaterhaus Weinfelden.
1/1 Bild: Foto Gaccioli Kreuzlingen Sportamt-Chef Martin Leemann (l.) ehrt die Sportlerinnen und Sportler mit Höchstleistungen im Theaterhaus Weinfelden.
04.07.2019 12:24

Anerkennung für sportliche Höchstleistungen

48 Thurgauer Sportlerinnen und Sportler, die an einer Europa- oder Weltmeisterschaft teilgenommen haben, wurden im Theaterhaus Weinfelden geehrt. Die sportlichen Leistungen werden mit Beiträgen aus dem Sportfonds honoriert.

Weinfelden Eine Feier im kulturellen Rahmen des Theaterhauses Weinfelden. «Das passt optimal, um sportliche Leistungen zu würdigen», sagt Martin Leemann. Damit zeigt der Thurgauer Sportamt-Chef einige Neuerungen dieser Sportehrung auf. Im Fokus steht der Austausch untereinander.

Es sind die kleinen Interviews, die Martin Leemann mit den Sportlerinnen und Sportlern am Mittwochabend führt. Lebendige Dialoge, die Einblick in den dynamischen Sport gewähren. Auch den Ausblick. Sportlich ambitioniert sind diese jungen Männer und Frauen alle - während des ganzen Jahres. Den Sport als Beruf ausüben, werden wenige. Im Sport wird viel gemacht. Davon leben können die wenigsten. Sie zeigen ausserordentliche Talente und Können. An der Sportehrung erhalten die Athletinnen und Athleten sowie Besucher, darunter die Trainer und Eltern, einige Kostproben.

Kunstturnen liegt im Trend

In Showblocks zeigen die Jüngsten der Turnfabrik Frauenfeld im Kunstturnen mit Bravour, was sie gelernt haben. Was so federleicht aussehe, zeichne sich durch ein intensives Training aus, sagt der Sportamt-Chef. Täglich mehrere Stunden, 20 Stunden und mehr wöchentlich sind nur einige Einheiten in dieser Sportart. Der Drittklässler Marco Damur dreht zum Abschluss dieses feierlichen Anlasses am Turnpilz in Sekundenschnelle über 72 Runden. Der Applaus im Publikum ist gross.

Zuvor sind die Sportlerinnen und Sportler in allen Disziplinen auf der grossen Leinwand zu bewundern. Sie machen den Thurgau international bekannt. «Sie lernen sich im Sport durchzusetzen», sagt Martin Leemann. Als Hoffnungsträgerin gilt die Topathletin Yasmin Giger in der Leichtathletik. Soeben die Lehrabschlussprüfung als Kauffrau EFZ abgeschlossen, hat Yasmin Giger in Yokohama an den World Relays mit der 4x400m-Staffel den siebten Rang erreicht und damit die Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Doha geschafft. «Beruf und Sport», über ihre Zukunftspläne äussert sich die Topathletin noch nicht. Ambitioniert für Bob und Skeleton

Vorbilder zählen für die Spezialisten des Wintersportes als Massstab der eigenen sportlichen Karriere. Für Bobfahrer Pascal Moser, der für die Junioren Weltmeisterschaft geehrt wird, sind es klare Ziele mit der Teilnahme an den olympischen Spielen 2022. Auch die Leistung von Samuel Keiser beeindruckt. Im Skeleton holte er den sechsten Rang an der Junioren-Europameisterschaft und er hat Ambitionen.

Den Schiesssport zeichnen die beiden Schützinnen Sarina Hitz und Sandra Stark mit Bestleistungen aus. Ein Spitzenteam bildet der Beachvolleyballer Marco Krattiger und Nico Beeler. Für glanzvolle Titel sind dafür Trainings auf den kanarischen Inseln nötig.

Faustball-WM in Winterthur

Natürlich stehen auch sechs Faustballer vom STV Wigoltingen und vom FG Elgg-Ettenhausen im Rampenlicht. Mit ihren Spitzenergebnissen repräsentieren die Faustballer den Thurgau und verwöhnen weiter mit Erfolgen. Doch auch Verletzungen bremsen einzelne Sportler etwas aus. Spannende Faustball-WM-Spiele finden vom 11. bis 17. August in Winterthur statt.

Zehn Jahre lang war das Viererteam der Kunstradfahrerinnen mit Melanie Schmid, Jennifer Schmid, Céline Burlet und Flavia Zuber erfolgreich aktiv, zuletzt im zweiten Rang an der Weltmeisterschaft. Ihr Wissen wollen die Sportlerinnen an den Nachwuchs vermitteln. Und selber mehr Showauftritte planen.Zu den besten Tänzern gehört Ahmet Veseli. Hip-Hop möchte er einmal in «The Royal Family» in Neuseeland vortanzen. Den eleganten Latin-Tanz verkörpern die Besten aus dem Thurgau, die 18-jährige Tiara-Sophia Wibawa und ihr fünf Jahre älterer Bruder Pitt-Alexander Wibawa.

I.D.