z.V.g.
Vizepräsidentin Agnes König und Geschäftsleiterin Brigitte Betschart an der Mitgliederversammlung der OdA GS Thurgau in Weinfelden.
1/1 z.V.g. Vizepräsidentin Agnes König und Geschäftsleiterin Brigitte Betschart an der Mitgliederversammlung der OdA GS Thurgau in Weinfelden.
30.04.2019 09:04

Mehr Lernende in Sozialberufen

Bei der Mitgliederversammlung der Organisation der Arbeitswelt Gesundheit und Soziales Thurgau (OdA GS TG) in Weinfelden ging es am Mittwochabend um Herausforderungen und Möglichkeiten in den Gesundheits- und Sozialberufen.

Betreuungs- und Pflegeberufe werden immer vielfältiger und in der Gesellschaft dringend benötigt. Trotz stagnierender oder gar rückläufiger Schulabgängerzahlen konnte Brigitte Betschart, Geschäftsleiterin der OdA GS Thurgau, weiterhin eine positive Entwicklung der Lernendenzahlen feststellen und lobte die Ausbildungsbetriebe für ihr Engagement. Schweizweit seien 2012 bis 2022 weniger Auszubildende im Bereich der beruflichen Bildung zu erwarten. «Es ist uns trotz dieser Prognosen gelungen, die Lernendenzahlen in den letzten Jahren zu erhöhen». Einzig bei den verkürzten Ausbildungen FaGe (Fachfrau/-mann Gesundheit) und FaBe (Fachfrau/-mann Betreuung) sei ein Rückgang zu verzeichnen. Die Organisation setze sich weiter für attraktive und qualitativ hochwertige Berufsausbildungen ein. Auf der Website odags-thurgau.ch kann man über eine interaktive Karte zu den möglichen Ausbildungsbetrieben im Kanton Thurgau für die Berufe AGS (Assistent/in Gesundheit und Soziales), FaBeachfrau/-mann Betreuung), FaGe (Fachfrau/-mann Gesundheit) oder Berufe auf Tertiärstufe verlinken und Informationen einholen.

Bessere Koordination

Seit August 2018 werden sämtliche Informationen zu überbetrieblichen Kursen (üK) über OdAOrg, eine Webplattform, zur Verfügung gestellt. Die Umstellung auf die Datenbank sei mit hohem Aufwand verbunden gewesen, doch «die Digitalisierung bedeutet auch Gewohnheiten loszulassen. Das packen wir jetzt Schritt für Schritt an», sagte Betschart. Die Daten von rund 900 Lernenden und Studierenden hätten eingepflegt werden müssen, «etwa 8000 Kurstage pro Jahr mussten auf OdAOrg hinterlegt sein, um im August zu starten», erläuterte sie das Mammutprojekt, das Informationen zeitgemäss und ortsunabhängig zur Verfügung stellt und so die Koordinationsmöglichkeiten optimiert.

Für eine erfolgreiche Zukunft

Vizepräsidentin Agnes König vertrat Seraina Perini und dankte der Geschäftsleiterin für ihren starken Einsatz für die verschiedenen Projekte. Vor den rund 100 Anwesenden gab König zudem bekannt, dass Brigitte Betschart ab Mai einige Kompetenzen der Präsidentin übernehmen werde.

Trotz eines budgetierten Defizits wies die Jahresrechnung 2018 einen Gewinn von 52'422 Franken auf. Dieser kam durch Mietreduktionen zustande, und weil der Personalbestand unter dem Budget lag. Den Vorschlag der Vizepräsidentin, den Gewinn auf die neue Rechnung zu übertragen, wurde einstimmig angenommen.