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Verkaufsleiter Eckbert Bohner ist seit 15 Jahren mit Leib und Seele Makler bei Goldinger.
1/1 Bild: z.V.g. Verkaufsleiter Eckbert Bohner ist seit 15 Jahren mit Leib und Seele Makler bei Goldinger.
21.02.2019 06:00

Die Immobilienblase schrumpft

Die Preise für Eigenheime haben sich zuletzt stabilisiert: Nach jahrelangem Aufwärtstrend scheint sich die Gefahr einer Immobilienblase wieder zu verringern.

Wie der aktuelle «Real Estate Focus» der UBS zeigt, sind die Preise für Eigenheime nach einem starken Boom als Folge der Finanzkrise seit 2015 nur noch leicht gestiegen. Das schlägt sich gemäss den Ökonomen der Schweizer Grossbank auch in den Kennzahlen nieder, die Frühindikatoren für eine potenzielle Überhitzung des Marktes sind.

Ländlicher Wohnraum wird teurer

Interessant für künftige Eigenheimbesitzer ist auch die unterschiedliche Preisentwicklung in den Städten und den Agglomerationen. Weil für Private die Immobilien durch die gestiegenen Preise in den Zentren weniger erschwinglich wurden, machten sie entweder Abstriche bei der Wohnungsgrösse oder wichen in ländlich gelegene Gebiete aus. Dies führte einerseits zu einer grösseren Nachfrage nach bis dato günstigen Immobilien in zentrumsnahen Gebieten, deren Preise in der Folge stark anstiegen. Zum anderen kletterte auch der durchschnittlich bezahlte Preis für Wohnraum in den Agglomerationen nach oben: Lag das Eigenheim mehr als 30 Minuten vom Zentrum entfernt, musste im Vergleich zum Jahr 2012 ein rund 30 Prozent höherer Quadratmeterpreis bezahlt werden. In städtischen Gebieten betrug der Preisanstieg im gleichen Zeitraum nur 10 Prozent.

Damit hat sich auch die vorherrschende Kluft zwischen Stadt- und Landpreisen verkleinert: 2012 war Wohnraum in Zentren noch rund doppelt so teuer wie in der Peripherie. Heute ist diese Differenz rund einen Drittel kleiner. Neben teureren Preisen in der Agglomeration hat die gestiegene Nachfrage nach kleineren Immobilien auch zu einer Teilverschiebung des Marktes geführt. Rund 11 Prozent mehr zahlen künftige Besitzer von kleinen Wohneinheiten heute mehr, als dies noch vor vier Jahren der Fall war. Im Gegenzug sind die Preise im gehobenen Segment während dem gleichen Zeitraum um 15 Prozent gefallen.

pd