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Sichergestelltes Bargeld.
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29.05.2019 14:12

Verdacht auf Geldwäscherei – über 400 000 Euro an Grenze sichergestellt

431 845 Euro, 140 Mobiltelefone und 10 Tablets – daraus bestand das Reisegepäck von zwei Männern aus Gambia, die am letzten Sonntag über den Grenzübergang Kreuzlingen in die Schweiz einreisen wollten. Das Bargeld und die elektronischen Geräte wurden von der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) sichergestellt. Gegen die beiden Männer ist eine Untersuchung wegen Verdachts auf Geldwäscherei eingeleitet worden.

Kreuzlingen Vergangenen Sonntag, 26. Mai 2019, kontrollierten EZV-Mitarbeitende am Grenzübergang Kreuzlingen Autobahn einen deutschen Reisebus. Dieser war von Fulda (D) nach Mailand (I) unterwegs. Im Reisebus befanden sich zwei Männer aus Gambia, die angaben, alleine unterwegs zu sein. Als die EZV-Mitarbeitenden ihr Reisegepäck näher anschauten, stellte sich heraus, dass beide Männer in ihren Koffern grössere Mengen Bargeld in Couverts sowie rund 140 Mobiltelefone und 10 Tablets transportierten.

Für die Ermittlungen vor Ort wurde ein Team der «Gemeinsamen Operativen Dienstgruppe Bodensee» (GOD) – bestehend aus Eidgenössischer Zollverwaltung und deutscher Bundespolizei – beigezogen. Das gemeinsame Team gewährleistete den schnellen Zugriff auf die nationale Fahndungsdatenbank in Deutschland. Darin waren zahlreiche der Handys als gestohlen gemeldet. Die beiden Personen und das Gepäck wurden anschliessend für weitere Ermittlungen der Kantonspolizei Thurgau übergeben. Die genaue Geldzählung ergab schliesslich eine Gesamtsumme von 431 845 Euro.

Die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen hat eine Strafuntersuchung wegen schwerer Geldwäscherei eingeleitet.

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