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Der Gemeinderat stimmt über ein Kreditbegehren von 1,4 Millionen Franken für die Sanierung und Aufwertung der Promenadenstrasse ab.
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Der Gemeinderat stimmt über ein Kreditbegehren von 1,4 Millionen Franken für die Sanierung und Aufwertung der Promenadenstrasse ab.
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08.03.2019 06:00

Problematisch wirds, wenn gebaut wird

Der Gemeinderat stimmt heute Abend über ein Kreditbegehren von 1,4 Millionen Franken für die Sanierung und Aufwertung der Promenadenstrasse sowie die Verlegung des Radweges auf die Promenadenstrasse ab. Der Gestaltungsplan «Promenade Mitte» bringt nach Meinung des Stadtrates bei einer Realisierung zuviel Verkehr auf die Werftstrasse.

Kreuzlingen «Es gibt Kritik an den Kosten der Radweg-Verlegung von der Werft- auf die Promenadenstrasse, daher stellte der Gemeinderat den Antrag, statt über das Budget den Kredit von 1,4 Millionen im Gemeinderat zu bewilligen», erklärte der zuständige Stadtrat Ernst Zülle anlässlich der Medienorientierung. Mit der Realisierung einer Bebauung gemäss Gestaltungsplan «Promenade Mitte» werde sich die heutige Verkehrssituation verändern. Der durch die Überbauung mit 40 Einheiten enstehende Mehrverkehr stelle ein erhöhtes Risiko durch die Zu- und Wegfahrten an die Liegenschaften auf die Werftstrasse dar. 600 Velofahrer täglich benützen laut Botschaft an den Gemeinderat den internationalen Veloweg auf diesem Abschnitt.

Beitrag an Radwegverlegung

Die Stadt wolle das Land möglichst schnell zur Überbauung gemäss Gestaltungsplan freigeben können, meinte Ernst Zülle. Für die Stadt sei die Realisierung lukrativ, es handle sich um ein attraktives Wohngebiet, welches Steuerzahler anziehen werde. Der Stadtrat wolle aber eine möglichst grosse Durchmischung an Bewohnerinnen und Bewohner, so könne im östlichsten Teil des Gebietes durchaus auch preisgünstiges Wohnen entstehen. «Der Stadtrat denkt auch über eine Vergabe des Landes im Baurecht nach, hat sich aber noch nicht entschieden». Aufgrund der geplanten Überbauungen und der damit erforderlichen Anpassungen der Langsamverkehrsführung wird dem Gemeinderat ein Gesamtstrassenprojekt vorgelegt. Dieses ist in verschiedene Projekte unterteilt. Die Gesamtkosten von 1,4 Millionen teilen sich in die Abschnitte Fuss- und Radweg Promenadenstrasse (812 000 Franken), die Sanierung Promenadenstrasse (245 000 Franken), den Knoten Werft-Promenadenstrasse (343 000 Franken) auf. Für den Radweg auf der Promenadenstrasse sind vom Bund 140 000 Franken aus dem Agglomerationsprogramm als Beitrag zu erwarten.

Knoten wird entschärft

Im Bereich der Liegenschaften Promenadenstrasse 20 bis 28 soll der Veloverkehr im Mischverkehr auf einer mindestens 3,50 Meter breiten Fahrbahn geführt werden. Dem Fussverkehr wird auf der nördlichen Seite ein abgetrennter Gehweg  von 3,0 Meter Breite zur Verfügung gestellt. Auf dem folgende Abschnitt bis zur Heinrichhalle wird die Promenadenstrasse künftig eine Breite von 8,00 Meter aufweisen. Fuss- und Radweg werden durch eine zwei Meter breite Rabatte getrennt. Bis zur Werftstrasse wird der Veloverkehr auf einer 4,5 Meter breiten Fahrbahn im Mischverkehr geführt. Beim Abschnitt Promenadenstrasse West handelt es sich um ein Sanierungsprojekt, welches unabhängig von der Verlegung des Radweges realisiert werden kann. In diesem Abschnitt wird der Veloverkehr ebenfalls im Mischverkehr geführt. Bei dem für die Radwegführung problematische Knoten Werft-Promenadenstrasse sind bauliche Massnahmen angezeigt, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Ernst Zülle hofft, dass der Gemeinderat dem Traktandum zustimmt, denn «sonst muss der Gestaltungsplan samt Strassenprojekten überarbeitet werden».

Kurt Peter