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Oft in Sachen Werbung für die Partei unterwegs: Zoran Mitrovic.
1/1 Bild: kp Oft in Sachen Werbung für die Partei unterwegs: Zoran Mitrovic.
27.01.2019 10:38

Partei der Secondi will in den Gemeinderat

Die Partei der Secondi beteiligt sich an den Kreuzlinger Gemeinderatswahlen. Einziger Kandidat auf der Liste ist Gründer Zoran Mitrovic. Er betrachtet die Bewerbung als geeignete Massnahme, die Partei ohne Programm bekannt zu machen.

Kreuzlingen «Die Partei der Secondi ist eine schweizerische demokratische Partei für alle jungen und junggebliebenen Schweizerinnen und Schweizer, vor allem für Schweizerbürger mit Migrationshintergrund», heisst es in den Statuten. Für Zoran Mitrovic ist das Ziel klar: «Wir wollen landesweit erfolgreich sein, neben lokalen und kantonalen auch in den eidgenössischen Parlamenten einziehen». Die Kandidatur für den Kreuzlinger Gemeinderat sieht er als ersten Schritt, als «comingout» der neuen Partei. Die übrigens, seit Parteigründung im Herbst 2018, auf einer Mitgliederzahl von zwei beharrt. Für Mitrovic auch das ein Grund, an die Öffentlichkeit zu gehen.

Positionen nach erster Parteisitzung

«Politisieren wird die Partei strikt in der Mitte der schweizerischen Parteienlandschaft. Wir schätzen folgende Errungenschaften der Schweiz und werden diese politisch immer verteidigen: Konföderation, Demokratie, Neutralität, Toleranz und Lebensstandard», zitiert Mitrovic nochmals die Statuten. Den Unterschied zwischen den etablierten Mitteparteien und der Partei der Secondi kann er im Gespräch nicht definieren. «Vielleicht war es auch deshalb schwierig, die 25 Unterschriften für die Gemeinderatswahl zu bekommen», meint er. Es werde zu oft auf bestehende Parteien gesetzt.

Das programmatische an der Partei ist, dass sie kein Programm hat. Auch nicht für die Kreuzlinger Gemeinderatswahl. Mitrovic begründet das damit, dass «Positionen nach der ersten Parteisitzung bezogen werden, wir wollen in der Tradition der direkten Demokratie handeln und Meinungen einfliessen lassen». Die erste Parteisitzung will er abhalten, wenn er 70 Mitglieder zusammen hat. «Mitglieder zu finden ist kein Problem», gibt er sich für die Zukunft gewiss. Dazu will er keine Flyer oder Plakate gestalten, er will über die sozialen Medien und die Homepage an die Interessenten kommen

Begegnungsort schaffen

Auch aus diesem Grund will er vor allem Jugendliche ansprechen. Menschen, «die etwas bewegen wollen, Menschen zwischen 18 und 30 Jahren». Das Potenzial ist seiner Meinung nach hoch, gibt es doch rund 900 000 Personen mit Doppelstaatsbürgerschaft in der Schweiz. «Diese amorphe politische Masse der eingebürgerten Schweizer will die Partei der Secondi kristallisieren, mobilisieren, fokussieren und schlussendlich an die Urne bringen, um uns zu wählen. Falls dieses Vorhaben gelingt, wird die Partei der Secondi eine der grössten Parteien in der Schweiz», erläutert Zoran Mitrovic das Ziel. Aber macht aber auch klar: «Es ist mein Recht zu entscheiden, wer Parteimitglied ist». Allerdings will er eine Plattform geben: «Da der persönliche Kontakt wichtig ist, werde ich in meiner Liegenschaft an der Grenzstrasse 1 einen Begegnungsort schaffen». Hier werden sich ab Februar die Interessierten treffen, Gespräche führen, diskutieren». Hier hofft er das zu beleben, was in den Statuten steht: «Das aktive Parteimitglied ist selbstbewusst, spricht klar und deutlich, beherrscht Kommunikations- und Präsentationstechniken». Und bescheiden meint er abschliessend: «In der Schweiz gibt es keinen besseren Schweizer, als ich es bin».

Kurt Peter