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Über das Gebiet Marktstrasse, Sonnenstrasse, Sonnenweg und Hauptstrasse soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden.
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01.02.2019 08:00

Nutzungen an der Marktstrasse prüfen

Über das Gebiet Marktstrasse, Sonnenstrasse, Sonnenweg und Hauptstrasse will der Stadtrat eine Machbarkeitstudie erstellen lassen. Darin sollen auch die baulichen Nutzungen festgehalten werden, wie er in seiner Antwort auf die schriftliche Anfrage der SP-Gemeinderatsfraktion schreibt.

Kreuzlingen Am 10. September 2018 reichte Gemeinderätin Fabienne Herzog namens der SP-GEW-Juso-Fraktion eine schriftliche Anfrage zur künftigen Nutzung städtischer Liegenschaften und Grundstücke an der Marktstrasse ein. Die Fraktion wollte wissen, ob an der Marktstrasse Projekte zur Schaffung von bezahlbaren Wohnraum geplant seien oder wie der Zeitplan des Stadtrates zur Umsetzung dieses Zieles aussehe.

Nutzen für möglichst viele

Es seien für das Gebiet noch keine Planungsaufträge erteilt worden, hält der Stadtrat in seiner Antwort fest. Er begründet dies mit dem Planungsstand des neuen Stadthauses und mit den Verzögerungen aufgrund der Einsprachen. «Der Stadtrat hat an seiner Klausursitzung im April 2018 die Legislaturziele besprochen und dabei auch das weitere Vorgehen an der Marktstrasse festgelegt», heisst es in der Antwort. Der Stadtrat sehe an diesem Standort durchmischtes Wohnen im Vordergrund. Beispielsweise Generationenhäuser, preisgünstigen Wohnraum, Gewerbe mit publikumsintensiver Nutzung gemäss Cityzone im Erdgeschoss, Grün- und Aufenthaltsflächen, Kinderhort- und tagesstätte und öffentliche Tiefgarage. Für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum bevorzuge der Stadtrat die Zusammenarbeit mit einem gemeinnützigen Bauträger unter Abgabe der Liegenschaft im Baurecht.

Machbarkeitsstudie noch dieses Jahr

«Im nächsten Schritt soll über das Gebiet Marktstrasse, Sonnenstrasse, Sonnenweg und Hauptstrasse eine Machbarkeitsstudie erstellt werden», schreibt der Stadtrat. Dabei würden die betroffenen Grundeigentümer vorgängig persönlich orientiert und in den Prozess eingebunden. Bei diesen Kontakten würden auch mögliche Arrondierungen der städtischen Grundstücke zur besseren Ausnutzung des Gebietes diskutiert. «Auf der Grundlage dieser Machbarkeitsstudie, bei der auch die bauliche Umsetzung der geplanten Nutzungen geprüft wird, kann entschieden werden, ob ein Gestaltungsplan zu einem besseren Ergebnis führen würde». Bis zum Frühling 2019 sei geplant, die Gespräche mit den Grundeigentümern innerhalb des Planungsgebietes zu führen. Es sei zu klären, wer Interesse an einer gemeinsamen Entwicklung habe. «Danach soll noch 2019 die Machbarkeitsstudie erarbeitet werden, ab 2020 ein allfälliger Gestaltungsplan. Erst auf Basis dieser planerischen und städtebaulichen Grundlagen kann dann eine Ausschreibung erfolgen», hält der Stadtrat abschliessend fest.

Kurt Peter