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Die drei Biologie-Lehrer mit ihrem Schüler (v.l.): Witold Ming, Klaus Hensler, Jeremy Feusi und Sebastian Ehm.
1/1 Bild: nw Die drei Biologie-Lehrer mit ihrem Schüler (v.l.): Witold Ming, Klaus Hensler, Jeremy Feusi und Sebastian Ehm.
08.05.2019 08:00

Kreuzlinger Schüler an der Biologie-Olympiade in Ungarn

Jeremy Feusi, Schüler an der Kantonsschule in Kreuzlingen, fährt im Juli zur Biologie-Olympiade nach Ungarn. Dort vertritt er mit drei weiteren Schülern das Schweizer Team.

Kreuzlingen Der 18-jährige Weinfelder setzte sich gegen knapp 1200 Schweizer Schüler durch und gehört zum vierköpfigen Team, welches im Juli nach Szeged, Ungarn reisen wird, um dort die Schweiz zu vertreten. Doch der Weg dorthin war nicht einfach, denn um sich für die Biologie-Olympiade zu qualifizieren, muss man drei Runden überstehen. «Die erste Runde ist eine schweizweite Klausurprüfung, auf die man sich nicht vorbereiten kann. Hier geht es allein um das Wissen, das man im Kopf hat», erklärt Biologielehrer Sebastian Ehm. Für Jeremy Feusi war diese erste Hürde kein Problem, er kam als 56. in die zweite Runde der Ausscheidung. Die zweite Runde präsentierte sich in Form einer Studienwoche, in welcher die Schulkenntnisse vertieft werden. Beschlossen wird die zweite Runde mit einer Theorieprüfung. Bei dieser landete Jeremy unter den 20 Besten und erreichte somit die letzte Runde. Diese fand in an vier Tagen in Bern statt. Jeder Tag begann um 8 und endete um 18.30 Uhr. «Dabei haben die Schüler unter anderem laktosefreie Milch hergestellt», erklärt Witold Ming. An diesen vier Tagen in Bern war auch erstmal der praktische Teil der Biologie gefragt. Jeremy landete unter den besten Vier und qualifizierte sich somit für die Biologie-Olympiade im Sommer.

Interesse schon seit Kindheit

«Schon seit ich ein kleines Kind war, interessierte ich mich für die Biologie, die Vielfalt der Natur und für Vögel», erzählt der Schüler. Auch heute gehe er noch gerne Vögel beobachten. So verwundert es nicht, dass die Biologie auch zu seinen Hobbies zählt. Dass Jeremy nun an der Biologie-Olympiade in Ungarn teilnehmen kann, liegt auch an dem System der Kantonsschule Kreuzlingen. Jeder Biologielehrer unterrichtet jeweils ein Jahr, dabei werden ganz individuell Schwerpunkte gesetzt. Jeremy findet das Modell der Kantonsschule Kreuzlingen gut, da man jedes Gebiet der Biologie gleich gut erklärt bekommt. Doch an der Olympiade bzw. an den verschiedenen Schulen sieht der Weinfelder noch Verbesserungspotenzial. «Die Schulen sollten einheitlicher an diesen Olympiaden teilnehmen. Sie schaden einem nicht und für die Lehrer entsteht dabei kein Mehraufwand, da die Klausuren eingeschickt werden. Es ist schade, wenn man durch Nichtwissen der Teilnahmemöglichkeit nicht an der Olympiade teilnehmen kann.» Die Biologie-Olympiade findet übrigens jedes Jahr statt.

Nico Wrzeszcz