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Ruedi Wolfender, Abteilungsleiter Gesellschaft, zeigt die Photovoltaikanlage auf dem Dach des neuen Sanitärgebäudes.
1/2 Bild: rab Ruedi Wolfender, Abteilungsleiter Gesellschaft, zeigt die Photovoltaikanlage auf dem Dach des neuen Sanitärgebäudes.
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V.l. Architekt Christiano Pedron  und Capingwart Walter Lerch zeigen die Materialien und Farben, die im neuen Sanitärgebäude verwendet werden.
2/2 Bild: rab V.l. Architekt Christiano Pedron und Capingwart Walter Lerch zeigen die Materialien und Farben, die im neuen Sanitärgebäude verwendet werden.
06.02.2019 09:00

Kreuzlinger Campingplatz gewinnt Energie

Seit letzten Herbst sind die Bauarbeiten für den Neubau eines Sanitärgebäudes auf dem Campingplatz Fischerhaus in Gang. Unter der Leitung des Architekturbüros LPB Architekten AG aus Kreuzlingen wird ein Minergie A+ Gebäude erstellt, das in Bezug auf den Energieverbrauch und Energiegewinnung neue Massstäbe setzen wird.

Kreuzlingen Seit 2013 läuft schrittweise die Sanierung des Campingplatz Fischerhaus. Der Chogenbach wurde ökologisch aufgewertet und der Bachlauf zwischen Seeufer und Schwimmbadstrasse verbreitert, um den Hochwasserschutz zu gewährleisten. Weiter erhielten bereits einige Campingstellplätze einen stabileren Untergrund und es wurden Strom-, Wasser- und Abwasserleitung erstellt. Letzte Sanierungsarbeiten bis 2020 umfassen die restlichen Stellplätze sowie die Verschiebung des Zeltplatzes.

Doch vorerst wird mit dem Saisonstart des Campingplatzes am 1. April 2019 das neue Sanitärgebäude eröffnet. Der moderne Flachbau wurde als Minergie A+ Gebäude erstellt, das im Bereich Energieverbrauch und Energiegewinnung neue Massstäbe setzt. «Mit der rund 100 Quadratmeter grossen Photovoltaikanlage kann bei voller Sonneneinstrahlung eine Leistung von 18 bis 19 000 kWh pro Jahr erzeugt werden», erklärt Architekt Christiano Pedron das Projekt. Zusammen mit Architektin Bianca Uhlemann hat er das Projekt geplant und erarbeitet. Mitverantwortlich für das Sanierungsprojekt «Campingplatz» ist Ruedi Wohlfender der stolz ergänzt, dass das Sanitätsgebäude somit mehr Energie gewinnen wird, als es letztendlich verbraucht. «Das Ergebnis des Minergie A+ Gebäude überzeugt», so Wolfender.

Kinderwaschbecken und Familienduschen

Der Innenausbau des geheizten Gebäudes besticht durch sein durchdachtes Raumkonzept. «Neben WC-Räumen gibt es zwei Familienduschen sowie separate Duschbereiche für Damen und Herren sowie neu ein Kleinkinderwaschbecken», erklärt Wolfender. Es wurde ebenso darauf geachtet, dass für ältere Camper zwei Waschkabinen erstellt wurden. Für zeltende Campingbesucher wurde eine kleine Küche integriert und grosse Waschbecken, um Geschirr abzuwaschen. Holz, Kalkstein und Beton sind die Materialien, die in dem lichtdurchfluteten Sanitärgebäude verbaut wurden. «Es war für uns eine grosse Herausforderung das Projekt zu planen, weil sehr viel Sanitär- und auch Stromleitungen ihren Platz finden mussten», berichtet Architekt Christiano Pedron.

30 000 Übernachtungen pro Jahr

«Mit 30 000 Übernachtungen pro Jahr (Langzeitcamper nicht mitgezählt) können wir mit Stolz behaupten, dass der Campingplatz einer der grössten Tourismusbetriebe in der Region ist», lobte Ruedi Wolfender das Unternehmen, das von Campingwart Walter Lerch geführt wird. Wolfender betonte, dass er erstaunt war, wie viele Touristen den Campingplatz jedes Jahr nutzen würden.

Drei Millionen waren für das gesamte Sanierungsprojekt auf dem Campingplatz budgetiert, wovon das Sanitärgebäude 900 000 Franken ausmachen wird. «Wir sind im Budget», so Wolfender.

Angelina Rabener