z.V.g.
René Zweifel in einer Stellungnahme: «Ich ziehe hiermit einen definitiven Schlussstrich, mir geht es gut und ich wünsche der Schule Kreuzlingen für die Zukunft nur das Beste.»
1/1 z.V.g. René Zweifel in einer Stellungnahme: «Ich ziehe hiermit einen definitiven Schlussstrich, mir geht es gut und ich wünsche der Schule Kreuzlingen für die Zukunft nur das Beste.»
11.07.2019 11:29

Freie Liste: "Untersuchungsbericht zeigt etliche Mängel auf"

Stellungnahme der Freien Liste zur Administrativuntersuchung zum von den Schulbehörden nahegelegten Rücktritt von Schulpräsident René Zweifel.

Kreuzlingen Der Untersuchungsbericht zur Kreuzlinger Schulaffäre, den auch die Freie Liste gefordert hatte, liegt vor und kann teilweise eingesehen werden. Die Kreuzlinger Schulbehörden haben auf der Schul-Homepage ihre eigene Interpretation davon als Medienmitteilung aufgeschaltet und dabei den für sie schmeichelhaften Titel gewählt: "Kreuzlinger Schulbehörde weitgehend entlastet". Es ist aufschlussreich zu wissen, dass die Untersuchung von der Schulbehörde mitbestimmt und bezahlt wurde.

Den unvoreingenommenen Leserinnen und Lesern erscheint der Bericht allerdings in einem anderen Licht. Im veröffentlichten Teil steht, die Freistellung des Präsidenten sei "nicht rechtmässig" gewesen (Seite 42). Die Kommission schreibt auch, sie habe "keinerlei rechtliche Verfehlungen des Schulpräsidenten festgestellt (S. 45)". Sie stellt in Frage, dass der Umgang mit René Zweifel menschlich korrekt war.  Einiges sei ihm " zu Unrecht sehr negativ ausgelegt" worden (S. 43). Auf der gleichen Seite listet die Kommission fünf Behörden-Aktivitäten auf, die sie als "naiv", "nicht korrekt" oder "ungeschickt" bezeichnet.

Bemerkenswert sind weitere Schwachpunkte in der Behördenarbeit, die gemäss Untersuchungsbericht beseitigt werden müssen. Es handle sich dabei um "Schwächen der übernommenen Strukturen" (S. 42). Unter anderem empfiehlt die Kommission, die Kommunikation und die Information zu optimieren, eine Legislaturplanung und eine Pendenzenliste einzurichten, die Organisations- und Projektkonzepte zu verbessern, fachliche Defizite auszugleichen, eine Evaluations- und eine Feedbackkultur zu schaffen, eine kompetente Protokollführung zu gewährleisten. Mehrere dieser Mängel hatte schon René Zweifel erkannt, seine Optimierungsvorschläge wurden aber von den Schulbehörden abgewiesen. Zusammenfassend stellen wir fest, dass der Untersuchungsbericht etliche Mängel in der Führungs-, Zielsetzungs- und Evaluationskultur der Schulbehörden aufzeigt. Dies ist für deren künftige Arbeit wichtig und wegweisend.

Wir hoffen, dass die Schulbehörden unter der neuen Präsidentin Seraina Perini die erwähnten Mängel beheben und dank einem neuen Informationskonzept offen kommunizieren werden.

Freie Liste