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Am Sonntag hielt die evang. Kirchgemeinde Kreuzlingen eine Kirchengemeindeversammlung ab.
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30.09.2019 10:30

Ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung

Aufgrund des beantragten Näherbaurechts der Genossenschaft Alterszentrum Kreuzlingen und dessen Baueingabe wurde am Sonntag, 29. September eine ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung einberufen. Für einmal sorgten nicht die traktandierten Themen für Diskussionsstoff, sondern jene, welche unter «allgemeine Umfrage» angesprochen wurden.

Kreuzlingen Der schöne Sonntag lockte, etwas weniger die ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung. Die 54 stimmberechtigten Mitglieder vertraten die Kirchenbürger. Der nachbarschaftliche Antrag der Genossenschaft Alterszentrum Kreuzlingen auf Genehmigung des Näherbaurechts bezog sich auf den geplanten Ersatzbau, in welchem hauptsächlich Kleinwohnungen angeboten werden. Urs Haubensak und Marc Grosjean standen Rede und Antwort und baten um Zustimmung für das Näherbaurecht. Diesem wurde einstimmig entsprochen.

Im daraus resultierenden Grunddienstbarkeitsvertrag wurde das gegenseitige Näherbaurecht eingeräumt. Ebenso wurde festgehalten, dass Zusatzkosten bei einem allfälligen Bau seitens Kirchgemeinde aufgrund der verringerten Grenzabstände durch beide Parteien hälftig getragen werden. Dem Antrag auf Zustimmung wurde mit zwei Enthaltungen entsprochen.

Als neue Pfarrerin durfte Kreuzlingen Irena Widmann willkommen heissen. Frau Widmann war selbst als Atheistin aufgewachsen, erst im Erwachsenenalter hielt Sie Ihre erste Bibel in der Hand. Entsprechend wichtig ist ihr, den Glauben zu vermitteln ganz nach Franz von Sales: «Blühe, wo Gott dich hingepflanzt hat». Der Begrüssungsgottesdienst folgt am 20. Oktober in Kurzrickenbach. Präsident Thomas Leuch informierte die KirchenbürgerInnen, dass die Unterschutzstellung des Kirchgemeindehauses in die Stufe «wertvoll» erfolgte. Bekannt gab er das Datum der Budgetversammlung, der 3. Dezember, informierte zum englischen Gottesdienst vom 8. Dezember und zum Jubiläum der Landeskirche.

Die allgemeine Umfrage läutete mit den Fragen von Heike Manz-Salzmann die Diskussion rund um das Thema Klimastreik ein. Frau Manz störte sich daran, dass die Kirche politisch aktiv sei und verweist auf eine Diskussion in den sozialen Medien. Eva Koebel und Susanne Dschulnigg konterten, und riefen auf, die Augen zu öffnen. Thomas Leuch fügte an, dass wer provoziere auch eine Gegenreaktion hervorrufe. Er bat darum, die Spannungen auszuhalten und die gegenseitigen Meinungen zu respektieren.

Die Kirchgemeindeversammlung war für einmal binnen einer Stunde abgehandelt und gönnte allen Anwesenden einen schönen Sonntagnachmittag.

red