z.V.g.
Blick in eine Wohnung des Ersatzbaues.
1/1 z.V.g. Blick in eine Wohnung des Ersatzbaues.
05.06.2019 15:45

Alterszentrum Kreuzlingen: Grünes Licht für Ersatzbau Siedlung

Nachdem die Generalversammlung der Genossenschaft Alterszentrum den Planungs- und Baukrediten von 28,5 Millionen bewilligt hat, können für den Ersatzbau Siedlung die nächsten Schritte unternommen werden. Geplant sind 60 Wohnungen verschiedener Grösse.

Kreuzlingen Mit deutlichen Mehrheiten folgten die Genossenschafterinnen und Genossenschafter anlässlich der Generalversammlung dem Antrag des Vorstandes, 28,5 Millionen Franken für den Ersatzbau Siedlung zu genehmigen. In der Botschaft zur Vorlage wurde klar festgehalten, dass «die Wohnungen in mehrerer Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen». Die Behindertentauglichkeit sei nicht gegebem, die Bäder seien zu klein, die Flure zu eng und der Schallschutz könne nicht eingehalten werden. Die Wohnungen könnten in dieser Form nicht mehr an ältere Personen vermietet werden.

Preiswerte Wohnungen anbieten

Der nun geplante Ersatzbau umfasse einen grossen, C-förmigen Innenhof als Begegnungszone mit Gartenatmosphäre. Die vier Etagen sind mit dem Hauptgebäude über breite Laubengänge verbunden, welche als Gemeinschaftsflächen genutzt werden können. Die Aufteilung der Wohnungen und die Lage der tragenden Elemente ist so ausgelegt, dass Grösse und Anzahl der Wohnungen späteren Bedürfnissen angepasst werden können. Es werden hauptsächlich Kleinwohnungen mit 1 1/2- bis 3 1/2 Zimmer angeboten. Für Urs Haubensak, Präsident der Genossenschaft Alterszentrum, ist der Ersatzbau «eine aufgrund der Statuten notwendige Aufgabe», wie er an der Generalversammlung erklärte. Die wichtigste Vorgabe, preiswerte Wohnungen anzubieten, werde auch mit dem neuen Projekt weiterhin eingehalten. Am Konzept der Genossenschaft, Alterswohnungen in der Nähe der Dienstleistungen des Pflegezentrums anzubieten, werde mit dem Ersatzbau auch weiterhin festgehalten. «Ziel ist es, den Bewohnern grösstmögliche Selbstständigkeit zu bewahren».

Ausnahmebewilligung ist erforderlich

Der Vorstand hofft beim Projekt auf eine Ausnahmebewilligung aufgrund der Überlänge des Ersatzbaus. Die neue Gebäudelänge beträgt 123,25 Meter. Die Revision der Kreuzlinger Ortsplanung werde voraussichtlich erst 2022 in Kraft treten, in Abwägung der Vor- und Nachteile habe sich der Vorstand entschieden, mit der Umsetzung des Ersatzbaus nicht zu warten, heisst es in der Botschaft. Mit den direkt betroffenen Nachbarn seien Gespräche über die Herabsetzung des Grenzabstandes auf acht Meter geführt worden. Die Gesamtkosten für den Ersatzbau betragen 28,5 Millionen Franken. In einem ersten Schritt werden 500 000 Franken für die Überarbeitung des Vorprojekts und für das Erstellen des Baugesuches verwendet. Mit der Baubewilligung gibt der Vorstand die restlichen 28 Millionen Franken für die Realisierung frei. Für das Gebäude werden mit Kosten von 25,7 Millionen Franken gerechnet, für die Umgebung mit 810 000 Franken und für Nebenkosten mit 940 000 Franken. Nachdem die Generalversammlung dem Kredit zugestimmt hat, soll das Baugesuch im Herbst dieses Jahres eingereicht werden. Je nach Einsprachen rechnet der Vorstand, bei optimalem Terminplan, mit einem Baubeginn im Herbst 2020 und einer Betriebsaufnahme zwei Jahre später.

Kurt Peter