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Hans Amrhein, Studiengangsleiter Primarstufe, bei der Übergabe der Bachelorurkunden.
1/1 Bild: z.V.g. Hans Amrhein, Studiengangsleiter Primarstufe, bei der Übergabe der Bachelorurkunden.
08.07.2019 16:38

Abschluss mit sehr guten Berufschancen

111 neue Lehrerinnen und Lehrer für die Vorschul- und Primarstufe erhielten am 6. Juli ihre Diplome. Die 100 Frauen und 11 Männer haben ihr dreijähriges Bachelorstudium an der Pädagogischen Hochschule Thurgau abgeschlossen.

Kreuzlingen Matthias Fuchs, Prorektor Lehre, und die Mentorinnen und Mentoren überreichten den zukünftigen Kindergarten- und Primarlehrpersonen im Kulturzentrum Dreispitz in Kreuzlingen ihre Lehrdiplome. Auf der Primarstufe erhielten insgesamt 78 Frauen und 11 Männer ihre Bachelorurkunde, auf der Vorschulstufe wurden 22 Frauen diplomiert. Die Feier wurde musikalisch umrahmt durch den Campus Kammerchor unter der Leitung von Manuela Eichenlaub.

Diplomrede

Kerstin Krieglstein, Hochschulratsmitglied der PHTG und Rektorin der Universität Konstanz, lobte in ihrer Rede das Schweizer Bildungssystem, weil auch Lehrpersonen für die Vorschulstufe schon seit vielen Jahren auf Hochschulniveau ausgebildet werden. Deshalb sei es nur konsequent, dass es in der Schweiz die Hochschulen mit ihrem wissenschaftlichen Anspruch und ihrer Verknüpfung von Theorie und Praxis seien, in denen die Qualifikationen für die Betreuung dieser Phasen erworben, und von denen die Lehrdiplome hierfür ausgestellt werden. «Ein Diplom der PHTG ist eine Auszeichnung, welches für eine wissenschaftsbasierte und praxisnahe Ausbildung mit sehr guten Berufschancen steht», betonte sie.

«In der frühen Kindheit, darüber herrscht mehr denn je Klarheit, werden die Weichen für das ganze Leben gestellt: und dieses Wissen eint alle diejenigen, die sich mit dieser Phase beschäftigen», stellte sie fest. Die öffentliche Aufmerksamkeit für die frühkindliche Bildung und Entwicklung sei in den letzten Jahren erheblich gestiegen. «Mehr denn je wird die immense Bedeutung der frühen Jahre sowohl für die gelingende Entwicklung des Individuums als auch die Weiterentwicklung der gesamten Gesellschaft deutlich.» Im gemeinsamen binationalen Bildungsraum Kreuzlingen – Konstanz stehe die PHTG ganz vorne, versicherte Kerstin Krieglstein. Sie erinnerte daran, dass durch die Kooperation der PHTG und der Universität Konstanz in den vergangenen Jahren wichtige Angebote und Projekte realisiert werden konnten, wie z.B. ein gemeinsamer Studiengang Master Frühe Kindheit, die Binational School of Education und das Binationale Zentrum Frühe Kindheit.

Ausgezeichnete Bachelorarbeit

Walter Hugentobler, Präsident des Fördervereins der PHTG, zeichnete im Anschluss an die Diplomübergabe eine herausragende Bachelorarbeit aus dem Studiengang Vorschulstufe aus. Anna Epper befasste sich in ihrer Diplomarbeit mit dem Kindergartenstart fremdsprachiger Kinder. Insbesondere untersuchte sie, wie es Lehrpersonen gelingen kann, diese Kinder im Übergang von der Familie in den Kindergarten zu begleiten, damit sie möglichst von Anfang an und mit anderen Kindern sowie der Lehrpersonen kommunizieren können. Das von Frau Epper gewählte Thema weist für die erste Bildungsstufe des Schulsystems eine hohe Aktualität auf. Walter Hugentobler prämierte diese Bachelorarbeit mit einem Preis, den der Förderverein der PHTG jedes Jahr für diesen Zweck stiftet.

Stellensituation

Alle Absolventinnen des Studiengangs Vorschulstufe haben eine Anstellung in einem Kindergarten oder einer Basisstufe gefunden. Rund zwei Drittel der Absolventinnen werden nach den Sommerferien eine Stelle im Kanton Thurgau antreten. Das sind doppelt so viele, wie im Vorjahr. Die Mehrheit (82 Prozent) der Neueinsteigerinnen treten unbefristete Stellen an und das zugesicherte Pensum stimmt mit ihren Wunschvorstellungen überein. Von den Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Primarstufe haben rund 93 Prozent der Stellensuchenden zwei Wochen vor den Sommerferien eine entsprechende Anstellung gefunden, was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 7 Prozent darstellt. Von diesen übernehmen 82 Prozent eine unbefristete Stelle, 18 Prozent eine befristete oder ein längeres Vikariat. 95 Prozent der neuen Lehrerinnen und Lehrer arbeiten mit einem Pensum von 80 bis 100 Stellenprozent, was für die Meisten ihrem Wunschpensum entspricht. Auf der Primarstufe haben knapp zwei Drittel der Stellensuchenden eine Stelle im Kanton Thurgau gefunden und ein Drittel verteilt sich auf die Nachbarkantone ZH und SG sowie andere Kantone.

red