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Am 6. September eröffnet das Sommeratelier mit dem Projekt "Heimat schaffen".
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03.09.2019 09:09

Heimat in der Remise

Was im April 2019 begann, wird mit der Vernissage am 6. September 2019 um 19 Uhr eröffnet: das Sommeratelier 2019. Ein Projekt zum „Heimat schaffen“ von Esther Huser, das aber weiter geht und das mehr Fragen aufwirft als beantwortet.

Weinfelden Seit diesem Frühjahr arbeitet die Malerin und Wahl-Weinfelderin Esther Huser im Rahmen des Sommerateliers in der Remise in Weinfelden. Das Kunstprojekt trägt den Titel „Heimat schaffen“. Die bereits Ende des Vorjahres der Kulturkommission der Stadt Weinfelden eingereichte Projektskizze wird seit April konkreter und nimmt Gestalt an. Über fotografische Studien und Skizzen, landwirtschaftliche Statistiken aus dem Thurgau, begriffliche Recherchen, Zitate und eigene Gedanken, künstlerische Experimente, aber auch figurative Malerei nähert sich die Künstlerin dem Heimatbegriff an.

Gast des Sommerateliers zu sein bedeutet, ein Interessensgebiet intensiv verfolgen zu können, für eine bestimmte Zeit am Thema zu bleiben aber auch, inspiriert durch die besonderen Räume in der Remise, das Konzept modifizieren zu dürfen, Neues zu wagen und sich der vertieften, breiten Suche hinzugeben. Wobei das Thema „Heimat schaffen“ auch nach fünf Monaten nicht abgeschlossen sein wird.

Vor gut drei Jahren ist Esther Huser nach Weinfelden, einem ihr bisher unbekannten Ort gezogen, in eine fremde Umgebung. Mit Interesse und Neugierde erkundet sie seither den Ort, die Region, den Thurgau. Mit wachem Blick eignet sie sich ihre neue Heimat an, schafft sich Heimat. Was ist Heimat? Wie lässt sich Heimat individuell definieren, wenn es keine allgemeingültige Definition gibt? Wie ist mit dem Heimatbegriff umzugehen, wenn er mehr als nur stereotype Klischees beinhalten soll? Und welche künstlerischen Strategien sind geeignet, um ein weitgreifendes Thema ausschnitthaft zu erkunden?

Am kommenden Freitag, 6. September 2019, 19 Uhr wird zur Vernissage in die Remise eingeladen. Es ist eine Bestandsaufnahme von verschiedenen Facetten von dem, was Heimat sein kann: Karteikästen, Fotografien von typischen Motiven der Region, besondere Weinfelder Wolkenbilder, bedruckte Papiere, Nachbildungen aus Draht von Bäumen aus dem Thurgauer Bauminventar und Skizzen sowie Ölbilder und die Ateliersituation. Die Vernissage ist öffentlich. Einführung ist um 19 Uhr mit Brigitt Näpflin, Kulturvermittlerin und Vertreterin der Kulturkommission der Stadt Weinfelden.

red