Leserbrief
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03.09.2019 11:33

Sonnen- statt Windenergie

Eine kürzlich von «Solar Agentur Schweiz» veröffentlichte wissenschaftliche Studie (PlusEnergieBau-Gebäudestudie 2019, www.somedia-buchverlag.ch), die von mehreren Hochschul-Instituten erarbeitet wurde, kommt zum Schluss, dass durch konsequente Gebäudesanierung mit Minergie-P-Dämmung und ganzflächig-optimal integrierter solarer Dachnutzung bis zum Jahr 2045 der gesamte Energiebedarf der Schweiz (Haushalte, Industrie, Verkehr, Landwirtschaft, Dienstleistungen) CO2-neutral gedeckt werden könnte. Dies in Kombination mit unseren bestehenden Pumpspeicher-Kraftwerken. Die Studie hält weiter fest: „Statt wie in den vergangenen 25 Jahren über 178 Mrd. Franken für fossil-nukleare Energieimporte ins Ausland zu überweisen, wird der Bundesgesetzgeber ersucht, in die gewerbliche Gebäude-Inlandwertschöpfung zu investieren. In 25 Jahren führen diese Gebäudeinvestitionen zu 175 Mrd. Fr. Einsparungen resp. Einnahmen. Dafür sind keine neuen Abgaben oder Steuern notwendig“. Diese spektakuläre Erkenntnis darf nicht ohne Folgen für unsere Energiezukunft bleiben. Die immer grösser werdenden Windkraftwerke (bis zu 235 Meter hoch) mit ihrem immensen Potenzial zur Beeinträchtigung von Landschaft, Natur und Mensch, deren Installation deshalb in der Schweiz immer mehr auf Widerstand stösst, würden dadurch obsolet. Die Politik, auch im Thurgau, ist aufgerufen, diese neuen Voraussetzungen zur Kenntnis zu nehmen und zum Wohle der Bevölkerung zu handeln – jetzt, nicht später.

Ueli Trösch, Tägerwilen