08.07.2019 16:23

Replik auf den Leserbrief von Jürg Bernet

Guten Tag Herr Bernet, dass Sie offenbar nur einen Teil der Ereignisse um den Rücktritt von Ex-Schulpräsident René Zweifel mitbekommen haben ist das eine. Sie haben aber auch die Medienmitteilung von Vertretern der Kreuzlinger Schulbehörde, die hier mituntersucht wurden und dem Präsidenten der Untersuchungskommission, Herrn Dr. Christoph Tobler sehr einäugig gelesen. Fakt ist, dass Vertreter der Schulbehörde Kreuzlingen in der Thurgauer Zeitung vom 3. Juli 2018 René Zweifel noch während seiner Krankheitsphase öffentlich zum Rücktritt aufgefordert haben ohne konkrete Gründe zu nennen. Das war persönlichkeitsverletzend und rufschädigend. Auf diese Pressemitteilung ist Dr. Christoph Tobler gar nicht eingegangen. Diese Veröffentlichung war wohl aber mit ein Grund, warum René Zweifel bei Regierungsrätin Monika Knill anschliessend seinen Rücktritt bekannt gab. Zum Bericht in der Thurgauer Zeitung vom Mittwoch, 26. Juni 2019  unter dem Titel «Es war kein Mobbing» ist Folgendes festzuhalten. Das Wort «Mobbing» stammt von der Redaktion der TZ. Weder die Freie Liste noch ich, haben dieses Wort je verwendet. Im Bericht steht aber: Der Beschluss beider Behörden, dem Schulpräsidenten alle Funktionen zu entziehen und ihn freizustellen sei nicht statthaft gewesen. Dass dieser Beschluss nie schriftlich zugestellt wurde war ein Formfehler, ändert aber nichts daran, dass genau das passiert ist. Im Vorspann der Kreuzlinger Nachrichten vom Donnerstag, 27. Juni 2019 heisst es zudem, dass sich René Zweifel in seinem Amt keinerlei Verschulden hat zukommen lassen. Umgekehrt heisst es im Text weiter unten: Die Kommunikation der Schulbehörde war nicht in jeder Situation korrekt und angemessen. Dies war aber der Grund, warum viele Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger im letzten Sommer das Vertrauen in die Schulbehörden verloren haben. Richtig ist, dass darauf Vertreter der Freien Liste die Vertreter der Schulbehörde kritisiert und eine Untersuchungskommission gefordert haben, dem die Schulbehörden im Herbst 2018, kurz vor der Wahl einer neuen Person ins Schulpräsidium nachgekommen sind. In Ihrem Leserbrief fordern sie mich auf, mich zu entschuldigen. Ich überlasse es den geneigten Lesern, zu überlegen, wer sich hier bei wem entschuldigen muss.

Jost Rüegg, Kreuzlingen