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09.09.2019 10:13

Oh Thurgau…

Liebe Thurgauerinnen und Thurgauer, wachet auf! Soll unsere schöne Landschaft in Zukunft wirklich mit solchen Ungetümen besetzt werden? Lassen wir uns wirklich unsere noch intakten Naherholungsgebiete derart verunstalten? Sind wir wirklich bereit, unseren schönen Thurgau der Windlobby zu opfern? Werden nicht unsere Kinder dereinst uns dafür anklagen? Sechs Windpotenzialgebiete für insgesamt 33 Windkraftanlagen stehen im Thurgau zur Diskussion. Am 20. September entscheidet die Raumplanungskommission darüber und anschliessend der Grosse Rat. Stimmen sie zu, steht der kostspieligen und lange andauernden Projektierung durch Windenergiefirmen nichts mehr im Wege.

Keine andere Energieproduktionsmethode hat ein solch grosses Potenzial zur nachhaltigen massiven Beeinträchtigung unserer Landschaft, der Tierwelt, der Natur und von uns Menschen wie Windkraftanlagen. Das Bild vom Schloss Weinfelden zeigt, was auf uns zukommen wird. Da braucht es keine weiteren kontroversen Diskussionen zu Immissionen, Wirtschaftlichkeit, Windstärke, Vogelsterben, Eiswurf, Lärm, Infraschall, Abstandregelungen usw., allein das Bild genügt. Unsere Landschaft wird nicht mehr sein, was sie war. Dabei fordert der Regierungsrat in seiner Strategie 2040 einen langfristig orientierten, schonenden Umgang mit dem ländlichen Raum und will dieser Landschaft Sorge tragen. Was für ein Widerspruch!

Haben wir Volksvertreterinnen und Volksvertreter gewählt, die Sand in den Augen haben, mutlos der Botschaft des Regierungsrates folgen und sich vor die Windlobby spannen lassen mit dem fadenscheinigen Argument, wir hätten doch der Energiestrategie 2050 zugestimmt, das sei nun halt die Konsequenz? Oder haben wir Politiker gewählt, die noch gesunden, klaren Verstand sowie den Mut haben, gegen diese unsagbare Absicht zu entscheiden. Denn in der Schweiz gibt es eine Alternative: Sonnen- und Wasserkraft, wie eine hoch aktuelle Studie belegt!

Ueli Trösch, Tägerwilen