01.11.2018 16:58

Öffentliche Fehden in der Zeitung

Einmal mehr habe ich nicht nur die interessanten Artikel, sondern auch die Leserbriefe in der Zeitung gelesen. Und einmal mehr stosse ich mich daran, dass das Informationsblatt der Region meiner Ansicht nach offensichtlich für irgendwelche Fehden zwischen diversen engagierten Bürgern missbraucht wird. Insbesondere waren in der Vergangenheit schon mehrmals Nachrichten unter diversen Adressaten vorhanden, wobei manchmal sogar nicht mehr unbedingt die Abgrenzung oberhalb oder unterhalb der Gürtellinie zu erkennen war. Ich ersuche deshalb Herr W. B., Herr A. H. und Herr J.R. (um nur wenige zumindest mit den Initialen zu nennen) höflich darum, Ihre offensichtlichen Meinungsverschiedenheiten und Unterstellungen künftig nicht mehr mit Hilfe von Printmedien in die Öffentlichkeit hinauszutragen. Insbesondere die Dorfzeitung ist dafür nicht geeignet. Viele reden immer wieder vom runden Tisch. Ein solcher wäre für die „hitzigen“ Diskussionen gewisser Herren wohl besser geeignet. Ich weiss aber auch, dass man sich dann natürlich auch in die Augen sehen müsste, was noch mehr an Courage abverlangen würde.

Ich finde es ausserordentlich gut, wenn Bürger ihren Standpunkt zu lokalen Problemen, wie zum Beispiel unserem Sorgenkind „Boulevard“, mit Leserbriefen in einer Zeitung vertreten. Die Verlautbarungen sollten dann aber auf einer rein sachlichen Ebene liegen und persönliche Angriffe sollten vermieden werden. In diesem Sinn hoffe ich auch, dass sich die Redaktion künftig mehr (verantwortungsbewusste) Gedanken darüber macht, welche Art der Leserbriefe veröffentlicht werden sollen. Konstruktive Leserbriefe, die vielleicht tatsächlich zur Lösung eines Problems beitragen können.

Hermann Merz, Kreuzlingen