02.05.2019 16:33

Nichterkannte Salamitaktik?

«Versprechen und nicht halten, das konnten schon die Alten». Wer damit gemeint ist, lasse ich offen, danke jedoch dem St. Galler Nationalrat Walter Müller für seine Offenheit und sein Eingeständnis, damals (im Jahr 2005) zusammen mit anderen Politikern einen Fehler gemacht zu haben. Uns Schützen wurde damals versprochen, dass wir von Schengen nicht betroffen würden – ein Versprechen, das am 19. Mai mit einem JA zur EU-Waffenrichtlinie gebrochen würde. Es geht in Schützenkreisen jedoch nicht darum, was die EU-Waffenrichtlinie im Moment zur Folge hätte, sondern ganz klar um die nachfolgenden Schritte und Massnahmen. Und diese werden kommen – so blauäugig kann meiner Ansicht nach niemand sein, dies nicht zur erkennen. Da geht es nicht mehr um Schützen und Jäger, da geht es einzig und allein darum, die Schweiz mit Drohen, Angst verbreiten und einer gewissen Salamitaktik in die EU zu führen. Sind wir Schweizer wirklich so ängstlich, oder wollen wir einfach die Gehorsamen spielen und eine gewisse Vorreiterrolle ausüben, wenn wir zur EU-Waffenrichtlinie Ja sagen? Die EU wird sich den Ausschluss der Schweiz aus dem Vertrag mit Schengen gut überlegen müssen, geht es doch so nebenbei auch noch um sehr viel Geld! Blenden wir die Angst, welche die EU schürt doch einfach einmal aus, zeigen uns mutig und stimmen am 19. Mai 2019 NEIN zur EU-Waffenrichtlinie. 

Vreny Zaugg, Märstetten