02.05.2019 14:45

Keine Fremdbestimmung der Schweizer Tradition

Bei der Schengen-Abstimmung im Jahre 2005 wurde vom Bund versprochen, dass es dadurch keine einschneidende Verschärfung des Waffenrechts in der Schweiz geben wird. Unser bestehendes Waffenrecht wurde 2011 vom Volk gutgeheissen. Die entsprechende Gesetzgebung in der Schweiz ist im Vergleich zu anderen Ländern schon jetzt streng und wirksam. Der legale Kauf von Faustfeuer- und Halbautomatischen Waffen erfordert bereits einen Waffenerwerbsschein. Es wird also überprüft, wem eine Bewilligung zum Waffenerwerb erteilt wird. Darunter fallen auch die Schenkungen oder Erbübertragungen. Neu will man nun diese Kompetenzen indirekt an Brüssel übertragen. Halbautomatische Waffen, welche nach Absolvierung des Militärdienstes nicht direkt vom Bund übernommen werden, gelten als verbotene Waffen. Die eigentliche Waffe aufgrund der Grösse eines vorhandenen Magazins klar zu deklarieren, ist vermutlich nicht die beste Idee. Auch die Tatsache, dass ein Laufwechsel bewilligungspflichtig wird, gehört in die gleiche Kategorie. Bei der nächsten Überprüfung der RL gibt es mit Sicherheit keine Lockerung, eine solche wird nur mit weiteren Einschränkungen ergänzt. Es wird von verschiedenen Kreisen befürchtet, dass bei einer Ablehnung das Schengen-Abkommen gekündigt wird, gleichzeitig wird auch erklärt, dass bei einer nächsten Überprüfung der RL von der Schweiz aus verhandelt werden kann. Die Schweiz kann auch über Schengen verhandeln. Bei einer weiteren Verschärfung der Waffenrichtlinie durch die EU haben wir aber vermutlich keine guten Karten. Der bisherige Schengen-Raum wird wahrscheinlich nicht gerne auf einen verlässlichen Partner wie die Schweiz verzichten. Weil wir unsere Schweizer Tradition nicht von der EU bestimmen lassen und am Waffenrecht festhalten wollen, lehnen wir die Umsetzung der Waffen RL ab. Also ein NEIN auf den Stimmzettel.

Markus Brandes, aktiver Schütze, Präsident der TG-Veteranen, Lengwil