10.09.2019 10:07

Initiative Stadthaus Kreuzlingen

Kommt die Initiative zustande, ist sie dem Gemeinderat vorzulegen und dann der Volksabstimmung zu unterbreiten. Wird sie angenommen, ist das genehmigte Stadthaus nicht mehr realisierbar. Die Wiedererwägung eines Entscheides ist grundsätzlich zulässig. Ich begreife den Stolz über die knappe Mehrheit nicht: Niemand war gegen den Bau eines neuen Stadthauses. Lediglich drei Leserbriefschreiber bemängelten den Bau und den Standort. Andrerseits: 1. Sehr ausführliche gute Orientierung des Stadtrates mit einem Modell, das naturgemäss verniedlicht. Fehlerhafte Ausführungen mit denen begründet wurde, warum die Alternative Marktstrasse nicht geprüft wurde. 2. Massive Propaganda der Befürworter mit einer reichen Broschüre an alle Haushaltungen, viele Inserate und organisierte Leserbriefe. Kosten vermutlich mehrere 10`000 Franken. 3. Für viele Stimmende dürfte nicht das Stadthaus sondern die freie Sicht zur Klosterkirche für ein Ja entscheidend gewesen sein. Wahrscheinlich auch für die Wettbewerbskommission.

Emil Heeb, Kreuzlingen