z.V.g.
Lohngleichheit
1/1 z.V.g. Lohngleichheit
23.11.2018 11:18

Im Jahr 2018

Die Fraktionen SVP, FDP/EVP und Teile der CVP lehnten die Unterzeichnung der „Charta für Lohngleichheit im öffentlichen Sektor“ an der letzten Gemeinderatssitzung geschlossen ab. Seit 1981 ist die Lohngleichheit von Frau und Mann in der Bundesverfassung festgeschrieben und noch immer erhalten Frauen gemäss dem Bundesamt für Statistik nur aufgrund ihres Geschlechtes, bei gleicher Ausbildung, Qualifikation und Berufserfahrung, nachweislich 7.4 Prozent weniger Lohn. Nebst dem Bund haben 15 Kantone und 54 Gemeinden, namentlich Städte wie Zürich, Bern, Winterthur, Wil und Schaffhausen, auch Thurgauer Gemeinden wie Wigoltingen, Salmsach, Tobel-Tägerschen, Bischofszell, Hüttlingen, Schlatt, Altnau und unser Nachbar Tägerwilen diese Charta unterschrieben und dadurch klar signalisiert, dass nun endlich Schluss mit der Lohnungleichheit sein soll. Unter dem Deckmantel von übergeordnetem Recht und administrativem Aufwand wurde dieses wichtige Anliegen nun im Kreuzlinger Gemeinderat mal kurzerhand niedergeschmettert. Wie erklären diese Damen und Herren Gemeinderäte die Lohnungleichheit ihren Töchtern und dass sie selbst die Möglichkeit gehabt hätten ein klares Signal dagegen zu setzen? Dass dieses Geld, jährlich 7.7 Milliarden Franken, nicht nur den Frauen, sondern auch deren Männern und ihren Familien, ganz zu schweigen den Sozialversicherungen und Renten fehlt, scheint ebenso wenig von Belang zu sein.

Charis Kuntzemüller-Dimitrakoudis, SP/JUSO/GEW Fraktion Kreuzlingen