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29.08.2019 09:19

Es ist nie zu spät für eine bessere Lösung

Es ist nie zu spät, ein schlechtes Projekt durch ein besseres zu ersetzen. So auch knappe Abstimmungen zu wiederholen, um ein besseres Resultat zu bekommen (Frauenstimmrecht u.s.w.!) Das ist legitim und hat nichts mit „Zwängerei“ zu tun. Auch ich habe damals für das Projekt Stadthaus gestimmt, allerdings nicht aus Überzeugung und auch nicht weil ich ein Freund guter DDR-Architektur bin..., vielmehr um den städtischen Angestellten endlich zu besseren Arbeitsbedingungen zu verhelfen. Wenn sich nun aber weitere Verzögerungen und damit verbundene Mehrkosten zufolge Einsprachen und Bewilligungsverfahren einstellen, so sollten wir die Gelegenheit benützen, um ein besseres Projekt zu ermöglichen.

Da bemängelt man seit Jahren, Kreuzlingen hätte kein wirkliches Zentrum, verpasst aber mit einem Neubau die Gelegenheit, dem entscheidend entgegen zu wirken. Ein markanter Hochbau am Boulevard, verbunden mit einer Tiefgarage unter der Festwiese, würde nicht nur die Attraktivität der umliegenden Geschäfte steigern, dieser würde auch einen guten städtebaulichen Akzent setzen zwischen der schönen Klosterkirche und dem unsäglich Hochhaus weiter nördlich.

Ein so knappes Ergebnis wie die damalige Abstimmung ist zwar rechtlich gültig, zeigt aber auch überdeutlich, wie unzufrieden die Wähler damals schon mit dem vorgeschlagenen Projekt waren, ja vielleicht einzig ein Ja in die Urne legten um endlich eine Lösung des jahrelangen Vorhabens zu ermöglichen. Niemand kann heute benennen, wann das derzeitige Projekt einmal fertig gebaut ist und schon gar nicht, was dieses einmal kosten wird. Genau so wie bei einem neuen und hoffentlich besseren Projekt im Zentrum von Kreuzlingen. Somit finde ich es richtig und angebracht jetzt über eine Alternative nachzudenken und zu befinden.

Peter Forster, Kreuzlingen