Bild: z.V.g.
Rückseite der Rüllenstrasse in Tägerwilen
1/1 Bild: z.V.g. Rückseite der Rüllenstrasse in Tägerwilen
22.05.2019 16:49

Die Kettensägen sind parat

Und wieder ist ein Bauprojekt geplant, für das ein Investor ein historisches Einfamilienhaus dem Erdboden gleichmachen möchte. Der Apfelbaumbestand auf dem Grundstück, Nistplatz für verschiedene Vogelarten, blütenreiche Nahrungsquelle für Bienen und Hummeln, soll natürlich auch vernichtet werden. Das bestehende alte Haus soll einem drei Mal so grossen Neubau mit Gewerbe weichen. Wie war das neulich in der Tägerwiler Post, als Bauer Schwarz ganzseitig an den Pranger gestellt wurde, weil er drei Bäume in der Pampa fällte. Immerhin konnte auch Bauer Schwarz seinen Standpunkt ganzseitig darstellen. Als steuerzahlender Einwohner Tägerwilens frage ich mich: Was erlauben sich die Vertreter dieser Gemeinde, einen Bauern an den Pranger zu stellen, der sicherlich mit seinen Bäumen „Mist gebaut hat“,….. und sie selbst verwandeln Teile Tägerwilens mit ihren Baugenehmigungen in ein graues Monster? Ja die Steuereinnahmen, ich sehe Ihre Dollarzeichen in den Augen. Eine kleine Familie in diesem alten Haus bringt doch bei weitem nicht die Steuer-Einnahmen eines "DDR-Blocks" mit vielen Parteien und Gewerbe. Wo sind die Steuersenkungen für die Bürger Tägerwilens? All diese Mega Bauprojekte wie Mowag und co. müssten doch zu massiven Steuersenkungen führen? Die Gemeinde vernichtet die Natur, vergiftet die Atmosphäre und den lebenswerten Wohnraum der hier von uns geschaffen wurde. Jetzt könnte Herr Thalmann mit seinen Mitarbeitern einmal darlegen, auf wessen Seite er eigentlich steht. Politik und Ortsplanung für Tägerwiler Bürger, die hier im Grünen leben möchten? Oder bevorzugt man doch die Investoren mit ihren Kettensägen?

Robert Brunner, Tägerwilen