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Einige unbewohnte Häuser der Arbeitersiedlung werden bereits abgerissen.
1/1 rab Einige unbewohnte Häuser der Arbeitersiedlung werden bereits abgerissen.
26.09.2018 17:29

Paradoxum Thurfeldsiedlung

Seit einer Woche läuft der Abriss einiger unbewohnten Häuser an der Thurfeldstrasse, obwohl das Stimmvolk am 25. November über die Volksinitiative zum Erhalt der Arbeitersiedlung abstimmt. Klingt Paradox? Laut der Gemeinde Weinfelden aber alles rechtens.

Weinfelden In ihrer Mitteilung schreibt die Gemeinde: «Der Gemeinderat Weinfelden erteilte für die Wohnhäuser an der Thurfeldstrasse 2 bis 12 am 28. November 2017 die Abbruchbewilligung. Der vom Thurgauer Heimatschutz gegen diese Bewilligung erhobene Rekurs wurde vom Departement für Bau und Umwelt mit Entscheid vom 20. August 2018 abgewiesen. Da der Heimatschutz diesen Entscheid nicht an die nächste Instanz weiterzog, ist die Abbruchbewilligung in Rechtskraft erwachsen. Dies bedeutet dass der Liegenschaftenbesitzer Dominic Meyerhans über eine gültige Abbruchbewilligung verfügt. Auf diese Abbruchbewilligung hat er einen Rechtsanspruch. Sie kann ihm nicht verwehrt werden.» Erstaunlich, dass der Heimatschutz die Abbruchbewilligung in Rechtskraft erwachsen liess. Somit gibt er vor der Volksabstimmung über die beiden Initiativen den Weg für den Abbruch der Häuser an der Thurfeldstrasse frei. Urs Koller, Hauptinitiant der Initiative «Schutz der Arbeitersiedlung Thurfeldstrasse» sagt, dass er an der Initiative trotzdem festhalten wolle: «Jetzt erst recht.»

Angelina Rabener