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Werner Lenzin.
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Max Vögeli, Gemeindepräsident.
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24.07.2018 00:00

Grosser Erfolg für swch.ch-Kurse in Weinfelden

Die Sommerkurse zwischen dem 9. und 20. Juli in der Bildungshauptstadt Weinfelden gehören der Vergangenheit an. Was bleibt, ist die Erinnerung an einen Bildungsevent mit rundum positiven Rückmeldungen. Zu diesem überwältigenden Erfolg beigetragen haben neben den begeisterten Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die kompetenten Kursleitenden und die zahlreichen Voluntari zusammen mit einem engagierten Projektteam.

Weinfelden 1556 Lehrerinnen und Lehrer aus allen Regionen der Schweiz – darunter 488 aus dem Kanton Thurgau – nutzten die Gelegenheit, sich im Verlaufe dieser zwei Weiterbildungswochen in einem der insgesamt 104 ein- oder mehrtägigen Kurs in den verschiedensten Unterrichts-Bereichen für den Schulalltag vorzubereiten. Die zwei Wochen wurden dem Motto «Doppelt auftanken» in Weinfelden vollumfänglich gerecht. Profitiert werden konnte vom vielfältigen Kursangebot, welches dazu beitrug, die eigene Fachkompetenz zu erweitern und für die täglichen Herausforderungen in den verschiedensten Schulhäusern der Schweiz bereit zu sein. Schulsekretär René Diethelm hatte als Verantwortlicher für die Bereitstellung der Kurslokalitäten im Bildungszentrum und in den Schulhäusern ein enormes Arbeitspensum zu bewältigen. «Ich bin begeistert von den fast ausschliesslich positiven Rückmeldungen und es ist daher nicht überraschend, dass die Durchführung 2018 als absolutes Highlight in die Geschichte der swch.ch-Lehrerbildungskurse eingehen wird», sagt Diethelm. Lobend erwähnt er das grosse Engagement der Voluntari, der Hauswarte aller Schulhäuser und der Verantwortlichen der Mensa des Gewerblichen Bildungszentrums (GBZW). Auch die Ausstellenden der Lehrmittelmesse Magistra in der Doppelturnhalle des  GBZW vermelden überaus erfreuliche Besucherzahlen.

Vielbesuchtes Rahmenprogramm

Nach der täglichen Kursarbeit wartete auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein umfassendes Rahmenprogram. «Es waren 1072 Teilnehmende an den 44 Veranstaltungen dabei», freut sich der Sekretär und Verantwortliche des Rahmenprogramms, Martin Sax. Begeistert ist er auch von der Tatsache, dass rund ein Drittel der Teilnehmenden Weinfelderinnen und Weinfelder waren, welche sich an diesem Programm beteiligten. Zu einem beliebten Treffpunkt gestaltete sich während diesen zwei Wochen der Haffterhof, wo im BistroAustausch Bernhard Scherrer mit Daniel Hafner sowie dem Ehepaar Monika und Jürg Fetzel zusammen mit ihren Voluntari täglich für ein einmaliges Ambiente in den warmen Sommernächten sorgte. Der von Jürg Meier betreute kurseigene Campingplatz war während beider Wochen über Erwarten gut besetzt, zahlreiche Kursteilnehmende übernachteten in Hotels oder in einer der zahlreichen Privatunterkünfte. Auch die Ausstellenden der Lehrmitelmesse Magistra in der GBZ-Turnhalle freuten sich über gute Besucherzahlen.

red

 

Weinfelden hat nachhaltig profitiert

Herr Vögeli, weshalb haben Sie sich zusammen mit dem Gemeinderat vor bald vier Jahren entschieden, die Kurse von Schule und Weiterbildung Schweiz in Weinfelden zu unterstützen?

Der Thurgau stellt jedes Jahr eine grosse Anzahl Teilnehmende an diesen Weiterbildungskursen. So gesehen macht es Sinn, wenn unser Kanton wieder einmal zum Zug kommt. Initiant der Idee, die Kurse 2018 in Weinfelden durchzuführen, war Werner Lenzin. Für mich war sofort klar, dass wir diese Chance packen müssen. Sowohl der Gemeinderat und die Schulbehörden als auch der Kanton haben ihre Unterstützung rasch und unkompliziert zugesagt. Der Grundstein war damit gelegt.

Welche nachhaltige Wirkung erwarten Sie von der Durchführung dieses Anlasse in Ihrer Gemeinde?

Jeder Grossanlass entfaltet Wirkung nach Innen und Aussen. Auf der einen Seite wird unserer Bevölkerung etwas geboten, anderseits kann sich Weinfelden durch eine gute Leistung profilieren. Viele der Teilnehmenden aus der ganzen Schweiz haben Weinfelden vorher gar nicht gekannt. Eine tadellose Organisation und bleibende Eindrücke sind die Basis einer nachhaltigen Wirkung. Ich habe viele Stimmen gehört, die von Weinfelden begeistert sind und bereits einen nächsten Besuch mit der ganzen Familie ins Auge fassen.

Was ist für Sie das Zentrale des Lehrerberufes und des Unterrichtens in den Schulzimmern von Weinfelden?

Ich bin überzeugt, dass es vor allem eine positive Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern braucht. Sie sollen gefordert und gefördert werden. Auch wenn der Drill heute verpönt ist, bin ich überzeugt: Je mehr wir etwas im Leben täglich brauchen, desto intensiver müssen wir es trainieren. Dazu gehören die Grundfertigkeiten Rechnen, Lesen und fehlerfreies Schreiben. Im Umfeld der fortschreitenden Digitalisierung wird dies in meinen Augen zur grossen Herausforderung werden. Trotzdem gilt für mich auch in der Schule: Prioritäten setzen und «weniger ist mehr.»

Ihr ganz persönliches Resumée über diese zwei Wochen mit 1556 Lehrpersonen und 104 Kursen in den verschiedensten Schulhäusern?

Es war einfach super! Ich kann auf einen hervorragend organisierten Anlass zurückschauen und vielen Personen meinen herzlichen Dank aussprechen: dem Projektteam mit Werner Lenzin an der Spitze, allen Helferinnen und Helfern, den Sponsoren und den Verantwortlichen für die Rahmenprogramme. Persönlich habe ich den Anlass genossen und mich über die vielen Begegnungen und Gespräche sehr gefreut.