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Valentin Hasler, Gemeinderat Ressort Kultur/Sport/Tourismus, Alexandra Beck, Präsidentin Pro Theaterhaus Thurgau und Roland Lötscher, Geschäftsführer und Leiter Theater Bilitz.
1/1 Bild: z.V.g. Valentin Hasler, Gemeinderat Ressort Kultur/Sport/Tourismus, Alexandra Beck, Präsidentin Pro Theaterhaus Thurgau und Roland Lötscher, Geschäftsführer und Leiter Theater Bilitz.
24.09.2018 00:00

Drei feierten unter einem Dach

Seit zehn Jahren gibt es das Theaterhaus Thurgau, das den drei Theaterorganisationen Theater Bilitz, Theagovia und Bühni Wyfelde eine feste Spielstätte bietet. Das Jubiläum wurde bescheiden im kleinen Kreis begangen.

Weinfelden Am 1. September feierte das Theaterhaus Thurgau sein zehnjähriges Bestehen.

Die drei Organisationen verbrachten einen gemeinsamen schönen Abend, wer wollte, steuerte etwas zum Buffet bei: «Wir haben das alles miteinander gemacht, ohne gross Ämtli zu verteilen», sagt Roland Lötscher, der Leiter des Theater Bilitz und Geschäftsführer des Theaterhaus Thurgau. Zu dieser internen Veranstaltung kamen noch zwei Abende hinzu, an denen ein Theaterstück nach Erzählungen von Peter Stamm gespielt wurde. «Am einen Abend nahm die TKB mit ihren Gästen teil, am anderen luden wir Gemeinderat und -parlament» ein, erzählt Alexandra Beck, die Präsidentin des Vereins Pro Theaterhaus Thurgau, der eben vor 10 Jahren gegründet wurde und sich seitdem um das Haus und die Infrastruktur kümmert.

Im Frühjahr konnte beispielsweise das Nebengebäude fertiggestellt werden. Es soll für eine Entflechtung von Aufführungen und Proben sorgen. Damit erhielt das Theaterhaus Thurgau pünktlich zum 10-Jahr-Jubiläum sein verdientes Geburtstagsgeschenk: den Probe- und Lagerraum im Nebengebäude. Der Proberaum mit seinen rund 80 Quadratmetern Fläche schafft Freiräume für die Weiterentwicklung des kulturellen Angebotes und es ergeben sich dadurch auch markante Verbesserungen der knappen Platzverhältnissen und Doppelbelegungen.

Direkter Kontakt statt Bildschirm

«Ich glaube, die persönliche Sicht im Theater ist sehr wichtig für die Gesellschaft», begründet Beck ihr Engagement fürs Theaterhaus. Zwar bekomme man heutzutage überall Geschichten her. «Aber bei virtuellen Geschichten ist keine Interaktion möglich», das mache sie weniger bedeutungsvoll.

Zwar sickerten Anfang Jahres Informationen durch, dass die SBB als Besitzerin des Areals einen Gestaltungsplan vorlegen wolle, der auch das Theaterhaus  praktisch nah am Bahnhof gelegen  betreffen könne. Aber dazu gibt es noch nichts Konkretes. «Kurzfristig sehe ich da keine Bedrohung», sagt Lötscher, zudem müsse die SBB zusammen mit der Gemeinde dann eine Lösung für das Theaterhaus finden.