wn
Präsident Thomas Minder darf Christoph Götsch, Sekundarschule Aegelsee Wilen, und Lukas Leutenegger, Primarschule Pfyn, neu im Vorstand begrüssen.
1/1 wn Präsident Thomas Minder darf Christoph Götsch, Sekundarschule Aegelsee Wilen, und Lukas Leutenegger, Primarschule Pfyn, neu im Vorstand begrüssen.
18.09.2018 13:49

Berufswahl-Begleitung für Sonderschulbedürftige

Mit der Wahl von Schulleiter Christoph Götsch, Wilen, und Lukas Leutenegger, Pfyn, ist der Vorstand des Verbandes Schulleiterinnen und Schulleiter Thurgau wieder komplett.

Weinfelden Vorgängig der Generalversammlung der thurgauischen Schulleiter (VSLTG) im Weinfelder Thurgauerhof zeigt Simone Büchi (5to9) im Beisein von Regierungsrätin Monika Knill und Amtschef Beat Brüllmann auf, in welchem Ausmass die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert und sich auf die Schule auswirkt. «Die Digitalisierung ermöglicht neue Formen der Zusammenarbeit», sagt die Referentin. Sie ist überzeugt davon, dass die Schule die Kinder diesbezüglich auf die Arbeitswelt vorbereiten muss.

Besondere Unterstützung

Vorstandsmitglied Barbara Schwarzenbach, Leiterin des Heilpädagogischen Zentrums Romanshorn, stellt fest, dass inzwischen im Rahmen der Integrativen Sonderschulungen, welche es ermöglichen, Kinder mit Sonderschulbedürftigkeit vor Ort integriert die Regelschulen zu besuchen, 180 Schüler ins Oberstufenalter kommen. Sie hält fest: «Besondere Jugendliche brauchen eine besondere Unterstützung bei der Berufswahl und zwar ab dem 7. Schuljahr». Gemäss Schwarzenbach ist es wichtig, dass beim ersten pädagogischen Gespräch festgehalten wird, ob die Fachperson für schulische Heilpädagogik, der Berufswahlcoach, die Klassenlehrperson oder jemand anders für diese Begleitung die Verantwortung übernimmt. «In der Regel bedarf es in solchen Fällen einer besonderen Begleitung und dies bedeutet einen 90 Prozent erhöhten Betreuungsbedarf», betont Schwarzenbach. Sie weist hin auf die verschiedenen Unterstützungsangebote des Kantons und präsentiert eine Checkliste, welche der Lehrperson beim Berufswahlprozess bei Schülern mit Integrativer Sonderschulung (InS) behilflich ist.

Rückstellungen für politische Kampagnen

Vor der Behandlung der eigentlichen Geschäfte tragen die 52 Versammlungsteilnehmer auf Flipchards ihre Gedanken zu den folgenden Punkten zusammen: Welche Aspekte sollten ins Berufsbild des Schulleiters und wie kann dessen Arbeitssituation, die Weiterbildung und die Rekrutierung verbessert werden. Gemäss Präsident Thomas Minder darf der Verband mit dem Abschluss einer Leistungsvereinbarung mit dem Kanton einen Meilenstein verzeichnen. «Im Rahmen einer zu erwartenden Pensionierungswelle fordere ich euch auf, in euern Schulen nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten zu suchen», appellierte er an die Adresse die Verbandsmitglieder. Er und die bisherigen Vorstandsmitglieder Barbara Schwarzenbach, Regina Slongo, Magnus Jung und Heidi Scherrer werden für eine weitere Amtsdauer von zwei Jahren ehrenvoll bestätigt. Rainer Nobs tritt nach zehnjähriger Vorstandstätigkeit zurück und Christoph Götsch, Sekundarschule Aegelsee Wilen, und Lukas Leutenegger, Primarschule Pfyn, werden einstimmig neu in den Vorstand gewählt. Einstimmig genehmigen die anwesenden Schulleiter den präsidialen Jahresbericht, Rechnung und Budget.  Die Anträge des Vorstandes, welche Rückstellungen von 15 000 Franken für politische Kampagnen, die Änderung des Finanzreglements und der Statuten, die Erhöhung der Entschädigung für Präsidium und Vizepräsidium beinhalten, werden einstimmig gut geheissen. Die Tätigkeitsagenda 2018/19 beinhaltet, dass sich der VSLTG für verbesserte Berufsrahmenbedingungen und für eine hohe Professionalität seiner Mitglieder einsetzen will. Zudem soll der VSLTG zu einem Kompetenzzentrum für Schulleitungsfragen werden und die thurgauische Bildungslandschaft aktiv mitgestalten.

wn