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Das grosses OK ist gerüstet für das 2. Kulturenfest in Weinfelden, an dem 21 Nationen teilnehmen. rab
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24.08.2018 12:10

21 Nationen an einem Tisch

«Essen verbindet», sagt Gemeinderätin Ursi Senn-Bieri. Darum stehe das zweite Kulturenfest auch unter dem Motto «An einem Tisch». Es soll die verschiedenen Kulturen zusammenbringen. Und wo geht das besser als beim Essen?

Weinfelden Waren es im April gerade mal 10 Nationen, die sich für das Kulturenfest angemeldet hatten, dürfen sich die Verantwortlichen jetzt freuen: 21 Nationen laden am Sonntag, 26. August von 11.30 bis 16 Uhr auf den Marktplatz zum Degustieren ein. Mit dabei sind: Afghanistan, Brasilien, China, Eritrea, Gambia, Indien, Italien, Japan, Kosovo, Mazedonien, Nigeria, Philippinen, Portugal, Schweiz, Serbien, Spanien, Sri Lanka, Tibet, Tunesien, Türkei und Ungarn. Geboten wird somit Essen aus aller Welt. Ausserdem dürfen sich die Gäste ab 12.15 Uhr halbstündlich auf kulturelle Beiträge verschiedener Länder freuen. «Fast hätte es keinen Schweizer Beitrag gegeben, was sehr schade gewesen wäre», sagt die Gemeinderätin. Doch ganz kurzfristig sagten dann doch noch zwei Alphornspieler zu. Viele Menschen aus Weinfelden warten schon lange auf das Fest. Wir sind froh und motiviert, dass es nun, nach dem erfolgreichen Fest im 2015 wieder stattfindet», sagt Roger Häfner, der in der Weinfelder Integrationskommission für die Umsetzung verantwortlich ist. Das erste Fest dieser Art sei Bestandteil einer Projekteingabe beim Bund gewesen, erläutert er: «Von 2012 bis 2015 lief die Aufbauphase der Integrationsarbeit im Bezirk, die vom Bund finanziell unterstützt wurde.» «Wir freuen uns auf ein fröhliches Fest, das den Austausch zwischen den verschiedenen Nationen fördern soll und somit auch einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis der Bevölkerung leisten wird», ergänzt Ursi Senn-Bieri.

Kleine Portionen mit grosser Wirkung

Wichtig ist es Roger Häfner zu erwähnen, warum die angebotenen Portionen der Speisen bewusst klein gehalten sind: «Erwachsene bezahlen einmalig 15 Franken (Schulkinder 10 Franken), erhalten dafür einen Eintrittsbändel und können dann an 21 Ständen Speisen in der Grösse eines Vorspeisentellers degustieren.» So hätte man die Möglichkeit, mehrere Speisen zu probieren und sei nicht gleich von einer grossen Portion satt, fügt er an. Pro Stand werden insgesamt 300 Portionen angeboten. Für den Einkauf der Speisen erhielt jedes «Land» 700 Franken. Die Gemeinde, die Hauptträger des Events ist, unterstützt das Fest mit 40 000 Franken.

Besser vorbereitet

«Vor 3 Jahren wurden wir überrannt», erinnert sich Beat Curau, der für die Infrastruktur zuständig ist. «Mit so vielen Gästen hatten wir nicht gerechnet. Zum Glück gab es am Italien-Stand noch Pizza.» Darum würden jetzt mehr Portionen pro Stand angeboten. Das OK rechnet mit 2000 Gästen. Dafür sei man jetzt bestens vorbereitet. «Zudem sind wir, mit grösseren Zelten und einem Segel vor der Sonne und vor möglichem Regen geschützt», sagt Curau. «Dass wir mit einen Helferstab von 250 Personen rechnen dürfen, freut uns sehr. Alle beteiligen sich ehrenamtlich für das Dorf um den Zusammenhalt zu stärken», sagt Roger Häfner abschliessend und meint: «Neu erhalten die Helferinnen und Helfer in einem Extrazelt übrigens gratis Essen und Trinken. Sie gingen beim letzten Kulturenfest nämlich leider leer aus.»

Angelina Rabener