Bild: z.V.g.
Angeregter Gedankenaustausch nach der Übung anlässlich eines Apéros im Kommandoposten Tägerwilen.
1/1 Bild: z.V.g. Angeregter Gedankenaustausch nach der Übung anlässlich eines Apéros im Kommandoposten Tägerwilen.
01.11.2018 10:12

Regionaler Führungsstab bündelt die Kräfte

Unter der Leitung von Stabschef Markus Meile wird die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und des RFS Kreuzlingen regelmässig geübt. Nach Stabsübungen in Langrickenbach und Altnau in den letzten beiden Jahren, folgte am Mittwoch, 31. Oktober erstmals eine Übung im Kommandoposten Tägerwilen.

Tägerwilen Mit der Reorganisation der Zivilschutzregion Kreuzlingen per 1. Januar 2018, sind dem Regionalen Führungsstab Kreuzlingen (RFS) neu insgesamt 14 Gemeinden angeschlossen. Als Stabschef der Zivilschutzregion Kreuzlingen amtet seit vier Jahren Markus Meile. Er organisiert regelmässig Stabsübungen in den Partnergemeinden und setzt auch inhaltliche Schwerpunkte: „Der RFS Kreuzlingen beschäftigt sich zum wiederholten Mal mit den Themen Hochwasser und Starkwinde, zumal diese Szenarien für unsere Region realistische Gefahren darstellen.“ Des Weiteren seien die Übungen „unerlässlich und für eine gute Zusammenarbeit ausgesprochen wichtig, um die Kolleginnen und Kollegen der Partnergemeinden zu kennen“. Im Jargon des Bevölkerungsschutzes spricht man gerne in Kürzel, was in diesem Fall „KKK“ heisst: In Krisen Köpfe Kennen.

Der RFS Kreuzlingen bewegt sich von Ost nach West: Nach Langrickenbach und Altnau, stand am Mittwoch, 31. Oktober eine Übung in Tägerwilen an. Im Zentrum standen die Zusammenarbeit des Kernstabs mit Spezialisten der ereignisbetroffenen Gemeinden; die Überprüfung des Kommandopostens Tägerwilen als Führungsstandort; sowie die Überprüfung der Abläufe seitens der Führungsunterstützung sowie die Anwendung des neuen Lagetools „KISB“. An der Übung teilgenommen haben auch die Gemeindepräsidentin Lisa Raduner, Gottlieben; die Gemeindepräsidenten Markus Thalmann, Tägerwilen; Martin Stuber, Ermatingen; Bruno Lorenzato, Salenstein und der Kreuzlinger Stadtrat Thomas Beringer. „Gerade ihre Teilnahme ist äusserst wichtig und verdankenswert“, betonte Stabschef Markus Meile. Denn in einem Ereignisfall wird der Regionale Führungsstab zuhanden der Exekutive Vorschläge und Anträge unterbreiten, die Auswirkungen auf personelle, materielle und finanzielle Aspekte nach sich ziehen und von der Exekutive entschieden und verantwortet werden müssen.

Mit der Übung in Tägerwilen wurde auch sichtbar, dass die kontinuierlichen Trainings innerhalb des RFS Kreuzlingen in den Partnergemeinden Früchte tragen. Stabschef Meile zeigte sich über das Resultat seiner Strategie erfreut: „Der RFS Kreuzlingen ist jetzt in der Lage, die Gemeinden in einem Ereignisfall professionell zu unterstützen.“ Auch die Exekutivmitglieder zeigten sich mit dem Vorgehen und der Zusammenarbeit zufrieden und signalisierten die Bereitschaft, an den regelmässigen Übungen festzuhalten.

IDSK

RFS steht auf fünf Säulen

Der Regionale Führungsstab kommt in der Regel zum Einsatz, wenn eine oder mehrere Gemeinden der Region betroffen sind. Im Kernstab des RFS Kreuzlingen sind die fünf Säulen des Bevölkerungsschutzes (Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen, Technische Betriebe und Zivilschutz) personell abgebildet und durch den Bereich Kommunikation verstärkt. Der RFS koordiniert den Einsatz der Partnerorganisationen und setzt die Führungsunterstützung ein. Zudem stellt der RFS die Verbindung für und zu den betroffenen Behörden sicher und bereitet die Entscheide der Behörde vor. Im Ereignisfall wird der Kernstab durch die ortskompetenten Spezialisten der Schadengemeinde(n) verstärkt. Zum RFS Kreuzlingen gehören folgende Gemeinden an: Altnau, Bottighofen, Ermatingen, Gottlieben, Güttingen, Kemmental, Kreuzlingen, Langrickenbach, Lengwil, Münsterlingen, Raperswilen, Tägerwilen Wäldi und Salenstein.