kp
Markus Baiker will die Schule für die Zukunft fit machen.
1/1 kp Markus Baiker will die Schule für die Zukunft fit machen.
31.10.2018 08:00

«Mit ganzer Kraft für die Schule engagieren»

Markus Baiker hat sich seinen Schritt sehr wohl überlegt, als er seine Kandidatur als Kreuzlinger Schulpräsident bekanntgab. Er will, wenn er gewählt wird, Aufgaben anpacken, Strukturen überdenken und die Schule während zwei Legislaturen für die Zukunft fit machen.

Herr Baiker, welches waren die Beweggründe für Ihre Bewerbung?

Schon als Jürg Schenkel bekanntgab, nicht mehr für das Amt des Schulpräsidenten zur Verfügung zu stehen, machte ich mir Gedanken über eine Kandidatur. Ich habe mich damals intensiv mit den Aufgaben des Schulpräsidenten befasst und zahlreiche Gespräche geführt. Meine damalige berufliche Situation und die Zahl der Kandidaten liessen mich auf eine Kandidatur verzichten. Mit dem Rücktritt von René Zweifel hat sich diese Chance erneut ergeben, eine ausserordentlich spannende Herausforderung, die ich gerne anpacken will. Ausserdem sorgt meine Kandidatur für eine echte Wahl ins Schulpräsidium.

Haben Sie ein Unterstützungskomitee oder eine Partei im Rücken?

Nein, ein Wahlkomitee habe ich keines, aber viele Personen, die meine Kandidatur unterstützen und befürworten. Es steht auch keine Partei hinter meiner Kandidatur, ich will in der Schule keine Politik machen sondern für die Schule da sein. Ich habe mich deshalb für den unabhängigen Weg entschieden. Ich will mich zur Verfügung stellen und mich für die Schule mit ganzer Kraft engagieren. Dies versuche ich den Stimmberechtigten bei allen Gelegenheiten aufzuzeigen.

Glauben Sie, dass die Umstände des Rücktritts von René Zweifel einen Schatten auf das Amt geworfen hat?

Ich glaube, dass die Schulbehörden und die beiden Vize-Präsidenten in den vergangenen Monaten viele Aufgaben übernehmen mussten und begannen, Strukturen zu verändern. Ich bin nicht der Meinung, dass Unordnung herrscht, die Schule funktioniert, aber ich habe Respekt vor den anstehenden Aufgaben. Für mich vergleichbar mit der Führung eines mittelgrossen Unternehmens. Die Schule funktioniert gut und hat hervorragende Leute, mit denen man gemeinsam Tolles erreichen kann.

Führungsstärke ist also gefragt.

Das ist richtig und da kann ich auf meine lange Erfahrung zurückblicken. Ich habe immer gerne Führungsaufgaben übernommen, bin es gewohnt, mit grossen Einheiten zu arbeiten. Ich bin ein Teamplayer, kann gut zuhören, analysieren und Menschen für meine Entscheidungen gewinnen. Das Ziel zusammen hartnäckig verfolgen ist für mich ganz wesentlich.

Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit zwischen Schule und Stadt?

In den vergangenen Monaten hat es positive Entwicklungen gegeben, indem beide zusammen am gleichen Strick ziehen. Es gibt viele Aufgaben, bei denen man zusammenspannen muss. Zum Beispiel im Bereich der Informatik. Es gilt Überlegungen zu machen, wie weit Synergien zu nutzen sind. Ein aktuelles Projekt ist der Ausbau des Hallenbades Egelsee zum Freizeit- und Familienbad. Dass das Projekt gemeinsam entwickelt wurde und wird, ist das richtige Vorgehen.

Wo sehen Sie den künftigen Handlungsbedarf?

Dieser ist bei der Schulraumentwicklung ganz dringend. Es kommen starke Jahrgänge in die Schule, vor allem in Emmishofen. Zusätzlich wird durch den Lehrplan 21 weiterer Schulraum nötig, weil beispielsweise Französisch im Halbklassensystem unterrichtet wird. Auch die angestrebte Kompetenzschulung braucht andere Möglichkeiten im Raumbedarf. All dies bedeutet, dass es Bauvorhaben geben wird. Für mich stellt sich auch die Frage nach den Strukturen und Kommissionen in der Schulführung. Das bedeutet aber, dass man sich mit dieser Frage intensiv beschäftigen, die Behörden, den Ablauf, die Aufgaben richtig kennenleren muss. Und das braucht natürlich Zeit. Abschliessend betrachte ich die Verbesserung der Kommunikation gegen innen und aussen als wichtig. Es gibt aus der Schule viel Positives zu berichten, daran können wir in und um Kreuzlingen arbeiten und die Menschen für die Schulen und deren Anliegen gewinnen.

Interview: Kurt Peter