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Vorsicht: Trickbetrüger geben sich als Verwandte aus.
1/1 Bild: fotolia Vorsicht: Trickbetrüger geben sich als Verwandte aus.
18.07.2018 11:21

Betrug verhindert

Falsche Polizisten haben am Dienstag mehrere Personen telefonisch kontaktiert. In Kreuzlingen konnte die Kantonspolizei Thurgau einen Betrug in letzter Minute verhindern.

Kreuzlingen Am Dienstagabend bestand bei der Kantonspolizei Thurgau der Verdacht, dass Betrüger mit der «falsche Polizisten»-Masche in Kreuzlingen eine Seniorin kontaktiert hatten. Als eine Patrouille bei der 82-Jährigen vorsprach, bestätigte sie, dass sie tatsächlich von einer unbekannten Person angerufen worden sei.

Der Mann habe akzentfreies hochdeutsch gesprochen und sich als Stefan Schwarz, Kommissar beim Bundeskriminalamt in Zürich, vorgestellt. Er gab an, dass Kriminelle auf dem Weg zur Wohnung der 82-Jährigen seien. Sie solle deshalb Fenster und Türen schliessen und ihr gesamtes Bargeld sowie sämtlichen Schmuck bereitlegen. Diese Wertsachen solle sie anschliessend auf Anweisung aus dem Fenster werfen, damit ein Polizist vorbeikommen und alles fotografieren könne.

Die Geschädigte leistete Folge und hatte bereits Bargeld und Schmuck im Wert von über 15'000 Franken bereitgemacht. Dank des raschen Eingreifens der echten Kantonspolizisten konnte der Betrug verhindert werden.

Im Verlauf des gestrigen Abends gingen bei der Kantonspolizei Thurgau weitere Meldungen über gleichgelagerte Betrugsversuche ein. Die Polizei rät deshalb zur Vorsicht und gibt folgende Tipps:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn ein angeblicher Polizist hochdeutsch spricht. Schweizerische Polizisten sprechen in der Regel schweizerdeutsch und werden niemals am Telefon die Übergabe von Geld oder Wertsachen verlangen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.
  • Überprüfen Sie, ob es sich um einen echten Polizisten handelt, indem Sie das Gespräch beenden, die Notrufnummer 117 anrufen und nach dem betreffenden Polizisten fragen.
  • Lassen Sie sich nicht durch Schweizerische Telefonnummern auf Ihrem Telefondisplay in die Irre führen. Es ist technisch sehr einfach möglich, die Nummer des Anrufenden zu verändern.

Weitere Informationen und Tipps sind auf der Seite www.telefonbetrug.ch der Kantonspolizei Zürich zu finden.

kapo