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Auf dem Podium (vl): Seraina Perini, Markus Brüllmann, Dorena Raggenbass, Ernst Zülle, Thomas Niederberger, Thomas Beringer. Markus Baiker und Gesprächsleiter Edgar G. Sidamgrotzki.
1/1 Bild: kp Auf dem Podium (vl): Seraina Perini, Markus Brüllmann, Dorena Raggenbass, Ernst Zülle, Thomas Niederberger, Thomas Beringer. Markus Baiker und Gesprächsleiter Edgar G. Sidamgrotzki.
01.11.2018 11:19

Alle wollen sich für die Stadt einsetzen

Die Kandidatinnen und Kandidaten für Stadtpräsidium, Stadtrat und Schulpräsidium stellten sich im Dreispitz anlässlich eines Podiums den Fragen von Moderator Edgar G. Sidamgrotzki und dem Publikum. Während es bei der städtischen Exekutive eher ruhig war, gab es beim Schulpräsidium angeregte Gespräche.

Kreuzlingen «Ich bin seit dem 1. März im Amt, acht Monate sind vorbei und ich freue mich auf die Wahlen», meinte Stadtpräsident Thomas Niederberger, der sich zunächst allein den Fragen stellte. Wahlen seien Rückmeldungen und Standortbestimmungen. Mit Herz dabei ist der richtige Slogan «weil ich mich mit ganzem Herzen für die Stadt einsetze». Er sei kein Polterer sondern suche gemeinsame Lösungen am Tisch. Sein wichtigstes Projekt derzeit: «Die Verwaltung freut sich auf das neue Stadthaus. Es sind Einsprachen gegen das Vorprojekt eingegangen, das macht mir zugegebenermassen auch ein bisschen Kopfweh».

Finanzpolitische Herausforderungen

«Ich werde mein Berufspensum langsam zurückfahren», sagte Stadtrat Ernst Zülle. Er sprach von vielen kommenden Aufgaben, vor allem im Bereich Verkehr. Besonders die Seetalstrasse und die Romanshornerstrasse würden ihn noch beschäftigen. «Mit dem Ausbau des Egelsee zum Familien- und Freizeitbad habe ich ein grosses Projekt», sagte Stadträtin Dorena Raggenbass. Sie hoffe, dass dieses in vier Jahren realisiert sei. Das zweite grosse Vorhaben sei das Kulturzentum im Schiesser: «Dem grossen und vielfältigen Angebot in der Stadt eine Basis geben», meinte sie dazu.

Für Stadtrat Thomas Beringer steht die Neugestaltung und der Ausbau der Liegenschaft Spiegel an der Nationalstrasse im Vordergrund seiner kommenden Aufgaben. Markus Brüllmann, als einziger ein neuer Kandidat sprach, aufgrund der Situation von «einer Wahlkampagne, Wahlkampf bei gleich vielen Kandidaten wie Sitzen wäre übertrieben». Er habe Lust auf eine gute Zusammenarbeit im Stadtrat und sei auch für Bürgerliche wählbar. Aufgrund der anstehenden Grossprojekte sah er eine finanzpolitische Herausforderung. Auf die einzige Frage aus dem Publikum, Ja oder Nein zur Südumfahrung meinte er: «Isoliert ist eine Südumfahrung sinnlos». Dieser Meinung schlossen sich Ernst Zülle, Dorena Raggenbass und Thomas Beringer an. Thomas Niederberger: «Wenn wir sie umweltverträglich bauen können, dann Ja».

Schule in die Zukunft führen

Für das Schulpräsidium stellen sich mit Seraina Perini und Markus Baiker zwei Personen zur Wahl. «Das Amt liegt mir sehr am Herzen und ich habe mir bereits beim Rücktritt von Jürg Schenkel Gedanken über eine Kandidatur gemacht», meinte er auf dem Podium. Er sei fähig, die Schule in die Zukunft zu führen. Das meinte auch Seraina Perini: «Der Bereich Bildung und Schule begleitet mich seit über 30 Jahren, ich habe ein breites Wissen in vielen Bereichen». Unter anderem sei sie elf Jahre Mitglied der Sekundarschule gewesen.

Eine Herausforderung seien die Fragen um die zeitgemässe Pädagogik. «Es gilt, die Entwicklung genau zu verfolgen und welche Trends sich entwickeln. Aber auch, welchen Trends wir folgen sollen». Während sie der Meinung war, dass der Schulpräsident ein Faible für Pädagogik haben müsse, war für Markus Baiker klar, dass sich die Schulleiter und Lehrpersonen um die Pädagogik kümmern müssten, denn «in diesem Bereich kann man sich auf sie verlassen».

Nur ein Vollamt

Beide zeigten sich davon überzeugt, dass grosse Veränderungen auf die Schule zukommen. Von grossen Fragezeichen sprach Baiker im Zusammenhang mit dem Rücktritt von René Zweifel, der Untersuchungsausschuss solle die Geschichte im Sinne der Sache aufklären. Seraina Perini sprach aus Erfahrung: «Zuerst muss eine Auslegeordnung erfolgen, aber in der Schulbehörde sind engagierte Leute, mit denen konstruktive Zusammenarbeit möglich ist». Am 25. November werden Primarschulpräsident und Sekundarschulpräsident gewählt. Die Möglichkeit, nur in ein Amt in Teilzeit gewählt zu werden, besteht. Doch sowohl Seraina Perini wie Markus Baiker lehnten das ab. Beide würden in diesem Fall auf das Amt verzichten.

Kurt Peter